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Medizin

Hilft Social Media dabei, gesünder zu leben?

Montag, 13. September 2021

/picture alliance / Zoonar, lev dolgachov

Ottawa – Angebote in sozialen Medien, bei denen Erwachsene direkt miteinander kommunizieren können, haben grundsätzlich das Potenzial, die körperlichen Aktivität der Teilnehmer und ihr Wohlbe­finden zu steigern. Über unerwünschte Nebenwirkungen ist allerdings nichts bekannt. Das berichtet die Cochrane Public Health Group in einem neuen Review (2021; DOI: 10.1002/14651858.CD012932.pub2).

Die Wissenschaftler schlossen 88 Studien mit insgesamt 871.378 Teilnehmern in ihre Analyse ein. Die Mehrzahl der Studien wurde in den USA durchgeführt (54 %). Die am häufigsten genutzte Social-Media-Plattform war Facebook (39 %), nur wenige Studien nutzten andere Plattformen wie WeChat, Twitter, WhatsApp und Google Hangouts.

Viele Studien (48 %) verwendeten außerdem webbasierte Communities oder Apps, die die Funktionen der bekannten Social-Media-Plattformen nachahmen. In den meisten Studien wurden die Auswirkungen interaktiver Social-Media-Programme mit nicht-interaktiven Programmen oder mit keinem Programm verglichen.

Einige Social-Media-Programme können laut der Analyse das Gesundheitsverhalten verbessern, zum Beispiel die Zahl der täglich zurückgelegten Schritte erhöhen oder die Teilnahme an Vorsorgeuntersuch­ungen fördern. Sie zeigen aber wenig bis gar keine Wirkung auf andere Gesundheitsverhaltensweisen, zum Beispiel auf die Ernährung oder den Tabakkonsum.

Einige Programme können zudem zu einer geringfügigen Gewichtsabnahme und einer geringfügigen Verringerung der Ruheherzfrequenz beitragen. Einige Studienteilnehmer berichten zudem über mehr Wohlbefinden.

Die Auswertung zeigt hingegen geringe bis keine Auswirkungen auf die psychische Gesundheit. In keiner Studie wurden unerwünschte Auswirkungen der Nutzung sozialer Medien berichtet.

„Künftige Studien sollten unerwünschte Ereignisse im Zusammenhang mit der interaktiven Social-Media-Komponente bewerten und über Bevölkerungsmerkmale berichten, um unser Verständnis der potenziellen Auswirkungen dieser Interventionen auf die Verringerung gesundheitlicher Ungleichheiten zu verbessern“, empfiehlt die Arbeitsgruppe. © hil/aerzteblatt.de

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