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Medizin

US-Register finden kein erhöhtes Fehlgeburtsrisiko nach COVID-19-Impfung

Montag, 13. September 2021

/rh2010, stock.adobe.com

Atlanta/Georgia und Minneapolis/Minnesota – Eine Impfung gegen SARS-CoV-2 erhöht anders als eine Erkrankung an COVID-19 vermutlich nicht das Risiko auf eine Fehlgeburt. Zu diesem Ergebnis kommen eine Auswertung des „Vaccine Safety Datalink Project“ im amerikanischen Ärzteblatt (JAMA 2021; DOI: 10.1001/jama.2021.15494) und des v-safe-Registers im New England Journal of Medicine (NEJM 2021; DOI: 10.1056/NEJMc2113891).

Das „Vaccine Safety Datalink Project“ war 1990 von den US-amerikanischen Centers for Disease Control and Prevention (CDC) eingerichtet worden, um Nebenwirkungen von Impfungen zu erkennen, die bei den klinischen Prüfungen übersehen wurden.

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Aus dem ganzen Land stellen 9 Krankenversicherer (HMO) die Daten ihrer schwangeren Mitglieder zur Verfügung. Eine HMO ist das HealthPartners Institute in Minneapolis/Minnesota. Dort hat Elyse Kharbanda die Daten zu 105.446 Schwangerschaften ausgewertet, von denen 13.160 in einer Fehlge­burt in den ersten 20 Schwangerschaftswochen endeten.

Insgesamt 1.128 dieser Schwangeren (8,6 %) waren in den 28 Tagen vor dem Abort gegen COVID-19 geimpft worden. Von den anderen Frauen mit fortgesetzter Schwangerschaft waren 8,0 % geimpft worden. Der leichte Anstieg des Abortrisikos verminderte sich, wenn Gestationsalter, Alter der Mutter und die Teilnahme an der Schwangerschaftsvorsorge berücksichtigt wurden.

Kharbanda ermittelt eine Odds Ratio von 1,02, die mit einem 95-%-Konfidenzintervall von 0,96 bis 1,08 nicht signifikant war. Nach diesen Berechnungen ist es sehr unwahrscheinlich, dass die Studie ein erhöhtes Fehlgeburtrisiko übersehen hat.

Zu einem ähnlichen Ergebnis kommen Mitarbeiter der CDC bei einer Analyse von 2.456 Frauen, die am „V-safe“-Register teilgenommen hatten, das die CDC speziell zur Überprüfung der Sicherheit der Corona­impfungen eingerichtet hatte.

Sascha Ellington von den CDC in Atlanta ermittelt ein kumulatives Risiko eines Spontanaborts zwischen der 6. und der 20. Schwangerschaftswoche von 14,1 % (12,1 bis 16,1). Es sank auf 12,8 % (10,8 % bis 14,8 %), wenn berücksichtigt wurde, dass die Schwangeren, die am „V-safe“-Register teilnahmen, über­durch­schnittlich alt waren (77,3 % über 30 Jahre).

Der Anteil der Fehlgeburten liegt laut Ellington in dem Bereich, der in früheren Studien für Schwangere in den USA ermittelt wurde. Der Forscher sieht deshalb wie seine Kollegen vom HealthPartners Institute keine Hinweise für eine vermehrte Rate von Fehlgeburten unter den verwendeten Impfstoffen. © rme/aerzteblatt.de

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