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Politik

Verband fordert paritätische Besetzung aller relevanten Organisationen im Gesundheitswesen

Montag, 13. September 2021

/Wolfilser, stock.adobe.com

Berlin – Der Verband Spitzenfrauen Gesundheit tritt für bessere Karrierechancen für Frauen im Gesund­heitswesen ein. „Wir fordern, dass die seit mehr als 70 Jahren im Grundgesetz verankerte Gleichberech­tigung von Männern und Frauen endlich umgesetzt wird und wesentlich mehr Frauen in Führungs­positionen gelangen“, sagte Antje Kapinsky, Co- Vorsitzende der Spitzenfrauen, bei der ersten analogen Mitgliederversammlung des Verbandes Mitte September in Berlin.

Das sei nicht nur eine Frage der Gerechtigkeit. „Das Gesundheitssystem als Ganzes wird davon profi­tieren, weil Entscheidungen auf breiterer Basis getroffen werden“, betonte sie. Zudem verbessere eine geschlechtersensible Sicht die Versorgung bei Männern und Frauen.

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Konkret fordert der Verband, alle Organisationen, die im Bereich der gesetzlichen Kranken- und Pflegeversicherung Leistungen erbringen, gesetzlich definierte Aufgaben übernehmen oder an der Gestaltung des medizinischen und pflegerischen Leistungsangebots mitwirken, künftig auf der Führungsebene paritätisch zu besetzen.

„Es ist belegt, dass Organisationen, die dies schon leben, nicht nur als innovative und zukunftsfähige Arbeitgeber wahrgenommen werden – sie weisen auch bessere Ergebnisse auf“, sagte Cornelia Wanke, ebenfalls Co-Vorsitzende des Verbandes.

Nicola Buhlinger-Göpfarth, Mitglied im geschäftsführenden Vorstand der Spitzenfrauen Gesundheit, wies auf eine weitere Forderung hin: „Die Gendermedizin muss zum verpflichtenden Bestandteil der Curricula in Studium und Lehre werden.“

Darüber hinaus gelte es, in klinischen Studien, Leitlinien und Richtlinien des Gemeinsamen Bundes­ausschusses (G-BA) zukünftig gendermedizinisch Aspekte zu berücksichtigen, so die Fachärztin für Allgemeinmedizin. © hil/aerzteblatt.de

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