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Politik

Bundesregierung strebt Coronaschulstudie an

Mittwoch, 15. September 2021

/dpa, Peter Kneffel

Berlin – Die Rolle von Schulen in der Coronapandemie soll nach dem Willen der Bundesregierung durch eine Studie näher untersucht werden. „Die Bundesregierung strebt an, eine mit der Corona-Kita-Studie vergleichbare Studie für den Schulbereich aufzulegen“, heißt es in einem gemeinsamen Bericht von Bundesgesundheits (BMG)- und Bundesfamilienministerium (BMFSFJ), mit dem sich das Bundeskabinett heute befasst hat.

Für den Bericht hatte eine Arbeitsgruppe beider Häuser unter Mitwirkung von Experten die gesund­heitlichen Auswirkungen auf Kinder und Jugendliche durch Corona untersucht. In dem 21-seitigen Papier werden Empfehlungen für Maßnahmen gegeben, um künftige Belastungen für Kinder und Jugendliche möglichst zu vermeiden.

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Betont wird dabei vor allem, was bereits politischer Konsens ist: „Flächendeckende Schließungen von Bildungs- und Betreuungseinrichtungen gilt es mit oberster Priorität zu vermeiden, ohne die Gesundheit der Kinder und Jugendlichen zu gefährden.“

Zudem empfiehlt der Bericht, dass auch unter Pandemiebedingungen Sport- und außerschulische Aktivitäten möglich bleiben sollen, ein umfassendes Testangebot an Kitas und Schulen, da viele Kinder noch nicht geimpft werden könnten und eine gezielte Unterstützung besonders belasteter junger Menschen.

Mit der angedachten Schulstudie sollen die Wirksamkeit von Infektionsschutzmaßnahmen an den Einrichtungen und auch die Belastung bei Schulkindern in den Blick genommen werden. An den Kitas läuft seit dem vergangenen Jahr bereits eine größer angelegte Studie, die vom Deutschen Jugendinstitut und dem Robert-Koch-Institut (RKI) umgesetzt wird. Sie erforscht, welche Rolle Kinder und Kitas bei der Verbreitung von Corona spielen.

Bundesfamilienministerin Christine Lambrecht (SPD) hat in diesem Zusammenhang eine stärkere Unterstützung für psychisch belastete Kinder in der Coronapandemie gefordert. Zu oft fehle professio­nelle Hilfe dort, wo sie am dringendsten benötigt werde, sagte die SPD-Politikerin heute in Berlin. „Die Auswirkungen der Pandemie treffen leider ausgerechnet die Kinder und Jugendlichen besonders hart, die es auch vorher schon schwer hatten“, so Lambrecht. Gerade für diese Jungen und Mädchen sei es wichtig, dass Kitas, Schulen, Sportangebote und Jugendeinrichtungen „offen sind und offen bleiben“.

Auch SPD-Kanzlerkandidat Olaf Scholz sprach sich gegen erneute Kita- und Schulschließungen zur Eindämmung der Pandemie aus. „Nachdem jetzt so viele Menschen geimpft sind, müssen wir uns klar versprechen, dass es keine neuen Schul- und Kitaschließungen geben wird“, sagte Scholz in einem Interview der Katholischen Nachrichten-Agentur (KNA). Es sei „bedrückend“ gewesen, dass Kinder und Jugendliche sich in der Pandemie so lange nicht treffen konnten, erklärte Scholz. Jetzt müsse viel Kraft darauf verwendet werden, die Folgen der Coronakrise abzumildern, betonte der Kanzlerkandidat.

Lambrecht sagte, für die Kinder, die unter psychischen Erkrankungen litten, brauche es eine bessere und frühzeitigere Versorgung. „Eltern müssen schneller einen Therapieplatz für ihr Kind bekommen.“ Hier bestehe großer Handlungsbedarf.

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) erklärte, Kinder und Jugendliche hätten unter der Pandemie ganz besonders gelitten. „Wir wollen sie auf dem Weg zurück in die Normalität besonders unterstützen und hier stärker in Prävention und Vorsorge investieren“, so Spahn. Dazu gehörten auch wieder mehr Vorsorgeuntersuchungen, um psychische und physische Probleme der Heranwachsenden frühzeitig zu erkennen.

Die Arbeitsgruppe erarbeitete 26 Empfehlungen für Länder und Kommunen, durch die weitere Belas­tungen für Kinder und Jugendliche vermieden und bestehende Belastungen abgebaut werden können. Darunter findet sich auch die Forderung nach einer Sicherstellung ausreichender psychotherapeutischer Versorgungsangebote.

Der Bericht empfiehlt zudem eine befristete Ausweitung der „Frühen Hilfen“ für Familien mit Kindern bis sechs Jahre und eine temporäre Ausweitung des Angebots der Krankenkassen bei der Kostenübernahme für die ärztlichen Regeluntersuchungen älterer Kinder (U10, U11, J2). Weiter müsse es für die Kinder, die noch nicht geimpft seien, ein umfangreiches Testangebot geben. © afp/dpa/kna/aerzteblatt.de

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BB-DD
am Mittwoch, 15. September 2021, 22:56

Schulstudien

Seit Anbeginn des Coronairrsinns 2020 gibt es Studien, z. B. aus Island dazu. Seitdem wird immer wieder festgestellt, dass Kinder in den allerseltensten Fällen an Corona relevant erkranken, Statistiken (CODAG, LMU), die belegen, dass das "Infektionsgeschehen" an Schulen nichts mit den Altenheimen zu tun hat. Es werden Daten erhoben, die nachweisen, dass seit März 2020 in den Schulen und Kitas weder bei Kindern noch bei Lehrern oder Erziehern irgendetwas auffälliges - jenseits normaler Atemwegserkrankungsfolgen passiert wäre. Nichts. Es werden Massentests gemacht, bei denen man bei gesunden Schülern und Lehrern mit Antigentests, die Virusproteine nachweisen können (es braucht dazu wahrscheinlich tatsächlich intakte Viren) nichts außer der Falsch-Positiv-Rate nachweisen kann, selbst wenn im Umfeld mit den PCR-Tests "Inzidenzen" von 250 pro Woche gefunden werden. Und da braucht es jetzt eine Studie? Ist an einem in einem Klassenzimmer verbauten Filter bisher auch nur ein einzelnes SARS-Cov2-Virus nachgewiesen worden? In welche Normalität sollen die Kinder zurückgebracht werden? Testen, täglich? Masken? Homeschooling? Wir brauchen keine Tests für die Kinder und erst recht keine Impfungen gegen eine "Krankheit", die pro Mio. Kinder in 1.5 Jahren einen Intensivpatienten zählt, aber deren "Schutzimpfung" pro Mio. 70 oder 100 Herzmuskelentzündungen sowie unkalkulierbare Langzeitfolgen nach sich zieht, sondern den Rücktritt vollkommen durchgeknallter Politiker UND die Entlassung korrupter Wissenschaftler auf dem Gehaltszettel der Pharmakonzerne. Schützt die Kinder vor diesen Leuten.
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