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Ärzteschaft

Marburger Bund drängt auf bedarfsgerechte Versorgung in der Geburtshilfe

Donnerstag, 16. September 2021

/Gorodenkoff, stock.adobe.com

Berlin – Eine flächendeckend hochwertige Versorgung in der Geburtshilfe mahnt der Marburger Bund (MB) an. „Die Qualität der gesundheitlichen Versorgung von Gebärenden in Deutschland weist blinde Flecken auf und muss konsequent verbessert werden“, fordert die Erste Vorsitzende des MB, Susanne Johna, anlässlich des Welttages der Patientensicherheit am 17. September. Der von der Weltgesundheits­organisation (WHO) initiierte Tag steht in diesem Jahr unter dem Motto „Act now for safe and respectful childbirth!“

In manchen ländlichen Regionen ist laut dem MB die wohnortnahe Versorgung der Gebärdenden durch die Schließung von Geburtsstationen gefährdet. Dies könne bei Schwangeren dazu führen, dass sogar die vom Gemeinsamen Bundesausschuss (G-BA) festgelegte Transportentfernung zur nächstgelegenen Geburtshilfe von 40 Minuten überschritten werde.

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„Wir brauchen bedarfsgerechte Angebote, damit Schwangere die Einrichtungen der Geburtshilfe in kurzer Zeit leicht erreichen können. Zu spät oder unzureichend betreute Geburten erhöhen das Gesund­heitsrisiko für Mutter und Kind. Im Fall von Komplikationen kann eine flächendeckend gut ausgebaute Geburtshilfe Menschenleben retten“, mahnt Johna.

Der MB weist in diesem Zusammenhang auch daraufhin, dass die Kliniken oft große Probleme haben, genügend ärztliches Personal und genügend Hebammen zu gewinnen. „Werdende Mütter brauchen in der anstrengenden Phase der Geburt eine empathische Begleitung durch Hebammen, Ärztinnen und Ärzte, die sich ausreichend Zeit für sie nehmen können“, betont Johna. Infolge der Personalsituation würden aber häufig zwei, drei oder noch mehr Gebärende zeitgleich von einer einzelnen Hebamme betreut, kritisiert der MB.

„Personalausstattung ist der Schlüssel für sichere Versorgung“, erklärt auch der Deutsche Berufsverband für Pflegeberufe (DBfK). „Wenn die gesundheitliche Infrastruktur unzureichend ist, werden Kompli­kationen während Schwangerschaft, Geburt und in den ersten Wochen nach der Entbindung zum Risiko für Mutter und Kind“, warnt der Verband. © hil/aerzteblatt.de

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