NewsMedizinUSA: Afroamerikanische Kinder haben nach Appendektomie häufiger Komplikationen
Als E-Mail versenden...
Auf facebook teilen...
Twittern...
Drucken...

Medizin

USA: Afroamerikanische Kinder haben nach Appendektomie häufiger Komplikationen

Mittwoch, 24. November 2021

/LIGHTFIELD STUDIOS, stock.adobe.com

Columbus/Ohio – Die Benachteiligung von Afroamerikanern im amerikanischen Gesundheitswesen, zeigt sich einer Studie in Pediatrics (2021; DOI: 10.1542/peds.2021-051328) zufolge auch in einer höheren Komplikationsrate nach Appendektomien in Kindesalter.

Die Appendektomie gehört zu den kleineren bauchchirurgischen Eingriffen. Wenn die Operation nicht rechtzeitig oder unsachgemäß durchgeführt wird, kann es leicht zu Komplikationen kommen. Am meist­en gefürchtet werden Perforationen der Appendix, die längere Krankenhausaufenthalte erforderlich machen und die Kosten beträchtlich erhöhen können. Das Risiko scheint bei Kindern afroamerikanischer Herkunft höher zu sein als bei Kindern mit europäischen Wurzeln.

Christian Mpody vom Nationwide Children’s Hospital in Columbus, Ohio hat hierzu die Daten des „Nationwide Inpatient Sample“ für die Jahre 2001 bis 2018 ausgewertet. Das „Nationwide Inpatient Sample“ umfasst eine Stichprobe von etwa 20 % aller Entlassungsdaten von US-Kliniken, in denen auch die Behandlungskosten erwähnt werden.

Die Auswertung von 100.639 Kindern mit Appendektomien ergab nun, dass die Häufigkeit von Komplika­tionen im Studienzeitraum deutlich zurückgegangen ist. Bei den Kindern europäischer Herkunft kam es 2001 noch bei 5,2 % zu Komplikationen wie einer Perforation, im Jahr 2018 war dies nur noch bei 1,8 % der Fall. Bei den Kindern afroamerikanischer Herkunft ging die Rate von 8 % auf 2,7 % zurück. Die Diffe­renz zwischen den beiden ethnischen Gruppen ist damit über die Jahre gleichgeblieben.

Die häufigeren Komplikationen führten dazu, dass die durchschnittlichen Kosten pro Patient im gesam­ten Zeitraum bei den „schwarzen“ Kindern um 629 US-Dollar pro Patient höher waren als bei den „weißen“ Kindern. Bezogen auf die Gesamtkosten entspricht dies einem Anteil von etwa 11 %. Die Gründe für die Benachteiligung der afroamerikanischen Kinder kann die Studie nicht klären. © rme/aerzteblatt.de

Liebe Leserinnen und Leser,

diesen Artikel können Sie mit dem kostenfreien „Mein-DÄ-Zugang“ lesen.

Sind Sie schon registriert, geben Sie einfach Ihre Zugangsdaten ein.

Oder registrieren Sie sich kostenfrei, um exklusiv diesen Beitrag aufzurufen.

Loggen Sie sich auf Mein DÄ ein

E-Mail

Passwort


Mit der Registrierung in „Mein-DÄ“ profitieren Sie von folgenden Vorteilen:

Newsletter
Kostenfreie Newsletter mit täglichen Nachrichten aus Medizin und Politik oder aus bestimmten Fachgebieten
cme
Nehmen Sie an der zertifizierten Fortbildung teil
Merkfunktion
Erstellen Sie Merklisten mit Nachrichten, Artikeln und Videos
Kommentarfunktion und Foren
Kommentieren Sie Nachrichten, Artikel und Videos, nehmen Sie an Diskussionen in den Foren teil
Job-Mail
Erhalten Sie zu Ihrer Ärztestellen-Suche passende Jobs per E-Mail.
Themen:

Leserkommentare

E-Mail
Passwort

Registrieren

Um Artikel, Nachrichten oder Blogs kommentieren zu können, müssen Sie registriert sein. Sind sie bereits für den Newsletter oder den Stellenmarkt registriert, können Sie sich hier direkt anmelden.

LNS
VG WortLNS LNS

Fachgebiet

Stellenangebote

    Weitere...

    Aktuelle Kommentare

    Archiv

    NEWSLETTER