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Offenbar gehäufte Impfdurchbrüche bei Impfstoff von Johnson & Johnson

Freitag, 17. September 2021

/vladimirzuev, stock.adobe.com

Berlin – Experten und Behörden fallen vermehrte Impfdurchbrüche beim Impfstoff von Johnson & Johnson auf. Bislang erkrankten in 6.106 Fällen Menschen trotz vollständigem Impfschutz durch das Mittel, schreibt das Robert-Koch-Institut (RKI) in seinem aktuellen Wochenbericht. Laut RKI haben bislang gut drei Millionen Menschen eine Johnson & Johnson-Impfung bekommen. Auf eine Million Geimpfte kämen demnach grob überschlagen 2000 Impfdurchbrüche.

Zum Vergleich: Beim am häufigsten in Deutschland verwendeten Impfstoff – Biontech/Pfizer – sind es diesen Zahlen zufolge rund 640 Durchbrüche pro eine Million vollständig Geimpfte. Das Vakzin von Johnson & Johnson ist der einzige bisher in der EU zugelassene Coronaimpfstoff, bei dem es laut EU-Arzneimittelbehörde (EMA) nur eine Dosis braucht.

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Nach dieser Impfung dauere es länger als nach den mRNA-Impfungen, bis sich ausreichend Antikörper gebildet hätten, sagte Carsten Watzl, Generalsekretär der Deutschen Gesellschaft für Immunologie (DGFI), der Deutschen Presse-Agentur. „Teilweise steigen die Spiegel mehr als einen Monat nach der Impfung noch an.“

Da die Antikörperspiegel deutlich unterhalb derer lägen, die durch die anderen Impfstoffe erzeugt werden, scheine der Schutz vor einer Coronainfektion nach der Janssen-Impfung also deutlich schlechter, sagte Watzl. Vor einer schweren Coronaerkrankung schütze das Vakzin aber sehr wohl, betonte er.

Eine Sprecherin des Pharma-Riesen Johnson & Johnson sagte, dass kein Coronaimpfstoff derzeit Infektionen zu 100 Prozent verhindern könne.

„Unser zugelassener COVID-19-Impfstoff als Einmaldosis kann jedoch nachweislich dazu beitragen, das Infektionsrisiko zu verringern und schwere Verläufe zu vermeiden“, betonte sie. Für die Einmal-Dosis-Impfung von Johnson & Johnson wiesen Daten auf eine robuste und langanhaltende Wirkung über einen Zeitraum von bisher gemessenen acht Monaten hin – auch gegen Delta und andere Virus­varianten. © dpa/aerzteblatt.de

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