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Politik

Forderungen nach 2G in Thüringen werden lauter

Dienstag, 21. September 2021

/picture alliance, CHROMORANGE, Michael Bihlmayer

Erfurt – Die Thüringer CDU-Landtagsfraktion und der die Landesregierung beratende wissenschaftliche Beirat haben die Einführung eines 2G-Modells für Thüringen gefordert. Das Kabinett müsse Klarheit schaffen und sollte in der Coronaverordnung „2G plus für Gastronomen und Veranstaltungen verankern“, forderte Thüringens CDU-Fraktionschef Mario Voigt heute.

2G bedeutet im Kern, dass für bestimmte Bereiche nur noch Geimpfte und Genesene Zutritt haben sollen. Allerdings sind dabei auch Ausnahmen möglich und werden diskutiert.

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Voigt plädierte dafür, dass auch ungeimpfte Kinder Zutritt zum Beispiel zu Restaurants bekommen. „Es müssen Regelungen für diejenigen Personen gefunden werden, die sich aus medizinischen Gründen nicht impfen lassen können.“ Zudem müssten auch ungeimpfte, aber getestete Bürger „im Rahmen des 2G-plus-Modells Möglichkeiten haben, am gesellschaftlichen Leben teilzunehmen“.

Der wissenschaftliche Beirat empfahl gleichfalls vor der Kabinettssitzung heute die Einführung eines 2G-Optionsmodells – und dafür den größtmöglichen Anwendungsbereich zu wählen. „Nur im Bereich exis­tenzieller Daseinsvorsorge (Einkaufen, ÖPNV etc.) sollte es bei der unbeschränkten Zugangsmöglichkeit bzw. der 3G-Regelung bleiben“, teilte das Gremium heute mit. Außerhalb dieser Bereiche sollten die Veran­stalter oder Restaurantbetreiber wählen können, ob sie den Zugang auf Geimpfte und Genesene beschränken oder ihn auch für Getestete öffnen.

Nach dem Dafürhalten des Beirates sollten für Geimpfte und Genesene größtmögliche Freiheiten gelten, wenn der Zugang nur für diese Personengruppen möglich ist. „Das gilt insbesondere für Abstandsrege­lungen und Höchstteilnehmerzahlen.“

Kinder und Jugendliche sollten laut Beirat auch ohne eine Impfung Zugang erhalten, aber gegebenen­falls einen negativen Test vorzeigen müssen. Das Kabinett wollte sich heute mit dem Thema 2G beschäf­tigen. Gesundheitsministerin Heike Werner (Linke) hatte am Wochenende mit einer Entscheidung gerech­net. © dpa/aerzteblatt.de

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