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Ärzteschaft

BÄK-Präsident formuliert Forderungen an kommende Bundesregierung

Dienstag, 21. September 2021

Klaus Reinhardt, Präsident der Bundesärztekammer/ picture alliance, Wolfgang Kumm

Berlin – Gemeinsam mit der Ärzteschaft und anderen Berufsgruppen im Gesundheitswesen solle die nächste Bundesregierung Prioritäten für die zukunftsfähige Ausgestaltung der Gesundheitsversorgung setzen, sagt Klaus Reinhardt, Präsident der Bundesärztekammer (BÄK), in der aktuellen Folge des BÄK-Podcasts „Sprechende Medizin“.

„An erster Stelle steht sicherlich das Thema Digitale Kommunikation im Gesundheitswesen“, so Rein­hardt. Gerade angesichts der steigenden Zahl an Patientinnen und Patienten, der ein stetiger Personal­mangel gegenüberstehe, sei es wichtig, effizienter zu arbeiten. Ebendiese Effizienz ließe sich durch ge­lun­gene Digitalisierung deutlich steigern, etwa indem die Kommunikation zwischen ambulanten und stationären Strukturen digitalisiert und die Zusammenarbeit gestärkt werde.

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Ein wichtiger politischer Schritt, den man hierbei gehen müsse, sei es jedoch, klarzumachen, dass fließendere Abläufe zwischen ambulanter und stationärer Versorgung nicht zu Lasten einer der beiden Seiten gehen werden. Im Gegenteil: Durch bessere Abläufe werde es möglich, sich in stärkerem Maße der Medizin und weniger der „Steuerung des Patienten durch ein kompliziertes und komplexes System“ zu widmen.

Klären müsse man angesichts des demografischen Wandels und der dadurch bedingt steigenden Morbi­dität auch Aspekte einer noch engeren Kooperation der verschiedenen Gesundheitsfachberufe.

Eine große Rolle in der Gesundheitspolitik sollte laut Reinhardt auch die Förderung des Öffentlichen Gesundheitsdienstes (ÖGD) einnehmen. Wichtig seien hierbei vor allem die Behebung des Personalman­gels und die nachhaltige Umsetzung des bereits angelegten ÖGD-Paktes in Höhe von vier Milliarden Euro.

Systemisch müssten zudem gesetzliche Rahmenbedingungen geschaffen werden, um möglichen Risiken der zunehmenden Kommerzialisierung der Gesundheitsversorgung entgegenzuwirken. © EB/as/aerzteblatt.de

Kommentare

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Avatar #672734
isnydoc
am Freitag, 24. September 2021, 12:19

„"Steuerung des Patienten durch ein kompliziertes und komplexes System“

Was versteht der BÄK-Präsident denn nun darunter?
Meint er den Gesetzgeber, der Sozialgesetzbuch V verantwortet und zudem noch eine weltweit einzigartige Sozialgerichtsbarkeit die Komplexität juristisch ergänzt?
Avatar #106067
dr.med.thomas.g.schaetzler
am Mittwoch, 22. September 2021, 10:03

Selbst der BÄK-Präsident glaubt den "Gesundheitsmythos"

Bei dem ganzen Gesundheitspolitik-/E-Health-Hype werden Krankheiten/Kranke/Ärzte/Psychotherapeuten
Heil-/Pflegeberufe vergessen: Über 1 Million EU-ÄrztInnen versorgen kranke PatientInnen mit etwa 50.000 Krankheitsentitäten ambulant/stationär
https://www.doccheck.com/de/detail/articles/35113-gesundgeschrumpfte-krankheits-und-gesundheitspolitik

Persönliche Hoffnungen auf einsichtsvolle Gesundheits-/Krankheitspolitik sind bei mir "gesundgeschrumpft": EU-ÄrztInnen versorgen kranke PatientInnen bei 50.000 Krankheitsentitäten ambulant/stationär durch Anamnese/Untersuchung/Beratung/ Differenzialdiagnosen/Therapien/Palliation bzw. Forschung/Entwicklung/Verwaltung/Anwendung.

Zugleich sind Medizin- und Versorgungs-ferne Politiker/Meinungs-/Entscheidungsbildner/Medien eher Gesund-"Beter"/Krankheits-"Leugner": Das "schmutzige" Wort "Krankheit" nimmt man nicht in die Hand/in den Mund. Alle leugnen die massive Zunahme von chronisch kranken PatientInnen, die durch große Fortschritte in Medizin und Krankenversorgung mit ihren Bewältigungsstrategien ein angemessenes Leben trotz bio-psycho-sozialer Einschränkungen/Dauermedikationen führen.

Selbsternannte "Health-Literacy"[Gesundheitskunde]-Experten aus Soziologie/Ökonomie/Psychologie/Pädagogik/Medien-/
Politikwissenschaften drängen sie mit "chronisch nicht gesundem Lebensstil" an den gesellschaftlichen Rand.

Die WHO-Gesundheits-Definition ist kontraproduktiv angesichts demografisch zunehmender/globaler Krankheiten/chronischer Leiden/Krebs/Infektionen/
Epidemien/Pandemien/Multi-Resistenz/-Morbidität. Sie verleugnet Krieg/Terrorismus/Fanatismus/
Fundamentalismus/Anschläge/Umweltzerstörung/
Verkehrsinfarkte/Ressourcenverbrauch/Migration/
Flucht/Naturkatastrophen/Unterernährung/Armuts-Elend als Krankheitsursachen bzw. verklärt "Gesundheit" für davon Betroffene als unrealistisches Ziel.

Es bleiben die "Fehlsichtigkeit" auf Gesundheit und die stetige Verleugnung von Krankheit.

Mf+kG, Dr. med. Thomas G. Schätzler,
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