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Deutscher Apothekertag: ABDA-Präsidentin für Zusammenarbeit bei Grippeimpfquoten

Mittwoch, 22. September 2021

/dpa

Düsseldorf – Das übergeordnete Ziel aller im Gesundheitswesen müsse es sein, eine möglichst hohe Grippeimpfquote zu erreichen, betonte heute Gabriele Regina Oberwiening, Präsidentin der Bundesvereinigung Deutscher Apothekerverbände (ABDA), zum Auftakt des Deutschen Apothekertages. Um ebendieses Ziel zu errei­chen, solle man sich auf Diskussionen einlassen und zusammenarbeiten. Sie ging damit auf Nachfrage auf die Diskussionen in der Ärzteschaft über das Impfen von Apothekern ein.

Oberwiening wies auf die beispielhaften Erfolge in anderen Ländern, unter anderem Frankreich, hin. Dort sei es gelungen, durch Impfungen in Apotheken Zielgruppen, welche die ärztlichen Praxen nicht errei­chen würden, zum Impfen zu bewegen. Auch die große Motivation seitens der Apothekerinnen und Apo­theker im Rahmen von Modellversuchen nannte die ABDA-Präsidentin als Argument für Impfungen in Apotheken.

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Zuletzt hatte sich die Diskussion zu diesem Thema deutlich zugespitzt. Teile der Ärzteschaft beurteilen Impfungen in Apotheken kritisch, unter anderem wegen der Beherrschung möglicher Komplikationen und Nebenwirkungen. Im Rahmen der jüngsten Vertreterversammlung der Kassenärztlichen Bundesver­einigung (KBV) wurde deutlicher Gegenwind angekündigt, sollten Grippeschutzimpfungen in Apotheken zu einer Regelleistung werden.

Oberwiening betonte, sie habe „volle Hochachtung“ vor der Leistung von Ärztinnen und Ärzten. Dennoch halte sie es für wichtig, Kompromisse einzugehen, um die Impfquote zu erhöhen. „Machen Sie das gemein­sam mit uns“, forderte die ABDA-Präsidentin Ärztinnen und Ärzte auf.

Verhaltener Optimismus

Insgesamt blicken Deutschlands Apotheken wieder etwas optimistischer in die Zukunft. Wie der Apothe­ken­klima-Index 2021, eine repräsentative Meinungsumfrage im Auftrag der ABDA, zeigt, befürch­ten rund 43 % der befragten Apothekerinnen und Apotheker eine Verschlechterung ihrer wirtschaftlichen Situa­tion – im Jahr 2020 war es noch jede/r Zweite.

Die Umfrage spiegelt darüber hinaus die große Investitionsbereitschaft sowie den Personalbedarf der Apotheken wider. Außerdem gibt sie Aufschluss über die Forderungen von Apothekerinnen und Apothe­ker an die Gesundheitspolitik: Mehr als 80 % halten eine ausreichende Planungssicherheit für das wich­tigste gesundheitspolitische Thema der kommenden Jahre.

„Wir erwarten von der Politik, dass sie nach der Bundestagswahl und erfolgreicher Regierungsbildung die richtigen Prioritäten für das Gesundheitswesen setzt“, sagte Oberwiening dazu. „Dass wir Apothekerinnen und Apotheker unverzichtbar sind, ist für die gesamte Gesellschaft – ob Jung oder Alt – in den letzten 18 Monaten rund um die Uhr erlebbar geworden“. © as/aerzteblatt.de

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