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Ärzteschaft

Trend zu Teilzeit und Anstellung verschärft Ärztemangel

Donnerstag, 23. September 2021

/picture alliance, Christoph Schmidt

Stuttgart – Nachfolger für Haus- und Facharztpraxen in Baden-Württemberg zu finden, wird immer schwie­rig­er. Dies zeigt der heute veröffentlichte Bericht „Die ambulante medizinische Versorgung 2021“ der Kas­sen­ärztlichen Vereinigung Baden-Württemberg (KVBW). Demnach sind bereits jetzt rund 700 hausärzt­liche Stellen unbesetzt.

„Die Zahl der KVBW-Mitglieder steigt zwar nach Köpfen, durch vermehrte Anstellung und Teilzeitarbeit sinkt jedoch die zur Verfügung stehende Arztzeit insgesamt. In den kommenden Jahren werden viele haus- und fachärztliche Praxen keine Nachfolger finden. Wir stecken daher in einem gravierenden Strukturwandel, den es zu bewältigen gilt“, erklärte Johannes Fechner, stellvertretender Vorstandsvorsitzender der KVBW.

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In Zukunft würden Zweigpraxen, bei denen nur an bestimmten Tagen eine Ärztin oder ein Arzt an einem Ort praktiziert, eine immer größere Rolle spielen. Ebenso seien größere ärztliche Kooperationen gefragt, die Teamarbeit und die gewünschten Arbeitszeitmodelle des medizinischen Nachwuchses besser umsetzen könnten.

Die KVBW verweist darauf, dass man mit dem Programm „Ziel und Zukunft“ (ZuZ) die Gründung oder Über­nahme von Arztpraxen in strukturschwachen Regionen mit bis zu 80.000 Euro fördere. Im Jahr 2020 wurden so 117 Praxisgründungen oder -übernahmen unterstützt.

Neben Fördermöglichkeiten sei auch die Attraktivität eines Praxisstandorts von großer Bedeutung. Die KVBW biete mit dem „Kommunalservice“ ein umfassendes Beratungspaket für Kommunen, um diese bei der Stabilisierung der ärztlichen Versorgung in den Regionen zu unterstützen. © EB/aerzteblatt.de

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