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Medizin

Künstliche Intelligenz bei der Brustkrebsdiagnostik noch unsicher

Donnerstag, 30. September 2021

/picture alliance / Zoonar, Stanislav Rishnyak

Warwick – Verfahren der künstlichen Intelligenz (KI) sind bei der Auswertung von Röntgenaufnahmen der Brust im Rahmen des Mammografie-Screenings noch nicht so ausgereift, dass sie im großen Umfang Radiologinnen und Radiologen ersetzen könnten. Das berichtet ein Wissenschaftlerteam der University of Warwick, Großbritannien, im British Medical Journal (BMJ 2021; DOI: 10.1136/bmj.n1872).

Die Forscher untersuchten 12 Studien, die seit 2010 durchgeführt wurden und Daten von 131.822 gescreenten Frauen in Schweden, den Vereinigten Staaten, Deutschland, den Niederlanden und Spanien umfassten.

Insgesamt war die Qualität der in den Studien verwendeten Methoden laut den Forschern schlecht und ihre Übertragbarkeit auf europäische oder britische Brustkrebs-Screening-Programme gering.

In 3 großen Studien, an denen 79.910 Frauen teilnahmen, wurden KI-Systeme mit den klinischen Entscheidungen von Radiologen verglichen. Die meisten der in diesen 3 Studien bewerteten KI-Systeme waren weniger genau als ein einzelner Radiologe oder eine Radiologin, und alle waren weniger genau als der Konsens von 2 oder mehr Radiologen, der in Europa die Standardpraxis ist.

Im Gegensatz dazu berichteten 5 kleinere Studien mit insgesamt 1.086 Frauen, dass alle untersuchten KI-Systeme genauer waren als ein einzelner Radiologe. Die Forscher weisen jedoch darauf hin, dass diese Studien ein hohes Risiko der Verzerrung aufwiesen und ihre Ergebnisse in größeren Studien nicht wiederholt werden konnten.

„Die derzeitige Evidenz für den Einsatz von KI-Systemen in der Brustkrebsvorsorge ist weit davon entfernt, die Qualität und Quantität zu erreichen, die für die Einführung in die klinische Praxis erforderlich ist“, lautet das Fazit der Arbeitsgruppe. © hil/aerzteblatt.de

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