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Ärzteschaft

Lungenärzte fordern zielführende Maßnahmen zur Verbesserung der Luftqualität

Freitag, 24. September 2021

/Paolese, stock.adobe.com

Berlin – Die neuen globalen Luftgüteleitlinien der Weltgesundheitsorganisation (WHO) werden von Lungenmedizinern begrüßt. In den überarbeiteten Leitlinien empfiehlt die WHO eine drastische Senkung der Schadstoffbelastung der Luft, um die Bevölkerung vor gesundheitlichen Schäden besser zu schützen.

Die Deutsche Gesellschaft für Pneumologie und Beatmungsmedizin e. V. (DGP) unterstützt zusammen mit der Deutschen Lungenstiftung (DLS) und dem Bundesverband der Pneumologen, Schlaf- und Beatmungs­medizinern e. V. (BdP) grundsätzlich die Forderung der WHO nach weltweiten Maßnahmen zur Verbes­serung der Luftqualität und ruft auch auf Bundesebene die Regierung auf, entsprechende Regularien und Anreize zur Schadstoffvermeidung zu schaffen.

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„Von den aktuellen EU-Grenzwerten weichen die neuen Stickstoffoxid- und Feinstaubwerte deutlich nach unten ab und das ist ein weiter Weg“, sagte Michael Pfeifer für den Vorstand der DGP. „Vergleichbar mit der Tuberkulosestrategie der WHO ist auch hier das Ziel ambitioniert, um den Menschen klar zu vermit­teln, dass es Zeit ist, sich auf den Weg zu machen und jetzt zu handeln.“

Die DGP unterstütze daher die Forderung der WHO nach weltweiten Maßnahmen zur Verbesserung der Luftqualität. „Auch wenn jetzt die von der WHO genannten Ziele sowie die aufgeführten Zwischenziele noch auf nationaler und internationaler Ebene diskutiert und festgelegt werden müssen, sind bundes- und EU-weite ressortübergreifende Strategien mit umfassenden Maßnahmen notwendig“, so Winfried Randerath, Generalssekretär der DGP.

Als medizinisch-wissenschaftliche Fachgesellschaft stehe man der Politik und anderen gesellschaft­lichen Akteuren gerne beratend zur Verfügung, wenn es darum geht, Einzelmaßnahmen bezüglich der Auswirkung auf die Gesundheit zu bewerten.

Die DGP hat in ihrem Positionspapier „Atmen: Luftschadstoffe und Gesundheit“ deutlich gemacht, dass sich ein gesamtgesellschaftliches Engagement zur Verbesserung der Luftqualität lohnt. In Deutschland und anderen Industrieländern wurde bei den Anstrengungen um bessere Luft zwar schon vieles, aber bei weitem noch nicht genug erreicht. Dass hier weitere Anstrengungen notwendig sind, wird in dem WHO-Bericht einmal mehr betont. © EB/aha/aerzteblatt.de

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