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Ärzteschaft

Positives Fazit aus fünf Jahren Urologievertrag in Baden-Württemberg

Montag, 27. September 2021

/Pixel-Shot, stock.adobe.com

Stuttgart – Ein positives Fazit haben die Vertragspartner des sogenannten Urologievertrages in Baden-Württemberg nach fünf Jahren Laufzeit gezogen.

„Der Vertrag hält, was er versprochen hat und kommt bei den niedergelassenen Urologen gut an. Gerade für notwendige Beratungsgespräche bekommen wir im Vergleich zur Regelversorgung jetzt etwa doppelt so viel Zeit für unsere Patienten bezahlt. Und die Aufklärung und Beratung zum Prostatakarzinom im Rahmen der Früherkennung mit fakultativer Bestimmung des PSA-Wertes ist einzigartig“, sagte Michael Rug, erster Vorsitzender des Landesverbandes Baden des Berufsverbandes der Deutschen Urologen (BvDU) sowie der Arbeitsgemeinschaft der niedergelassenen Urologen (AGNU).

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Eine wichtige Neuerung sei auch die „Entlastungsassistentin in der Facharztpraxis“ (EFA), da sie eine inten­sivere Patientenbetreuung ermögliche und Ärzte bei wichtigen Routinearbeiten entlaste. „Patienten profitieren außerdem von schnelleren Terminen. Last but not least liegt der durchschnittliche Fallwert seit Beginn konstant rund 25 bis 30 Prozent höher als in der Regelversorgung“, so Rug.

Vertragspartner des am 1. Oktober 2016 gestarteten Vollversorgungsvertrages sind die auf Krankenkas­sen­seite die AOK Baden-Württemberg und die Bosch Betriebskrankenkasse, auf ärztlicher Seite MEDI Baden-Württemberg, der BvDU sowie die AGNU.

„Der Urologievertrag verbessert die Versorgungsqualität, weil es insbesondere gelungen ist, dem indivi­du­ellen Arzt-Patientengespräch mit ausführlicher Beratung und partnerschaftlicher Entscheidungs­findung einen zentralen Platz im Praxisalltag einzuräumen“, sagte der Vorstandsvorsitzende der AOK Baden-Württemberg, Johannes Bauernfeind.

Die Versorgung im Urologievertrag erfolgt auf Basis evidenzbasierter, praxiserprobter Behandlungsemp­feh­lungen, die von den Vertragspartnern konsentiert und stetig aktualisiert werden. Ein wichtiges Ver­trags­ziel ist es laut den Partnern, den Patienten notwendiges Wissen über ihre Erkrankung zu vermitteln und Behandlungs- und Früherkennungsmöglichkeiten verständlich, ausführlich und ergebnisoffen zu erläutern. So sollen sie in die Lage versetzt werden, an ihrer Therapie aktiv mitzuwirken.

„Die teilnehmenden Urologen haben insbesondere für schwer kranke Patienten mehr Zeit, damit deren Behandlung intensiver sein kann und unnötige Operationen und belastende Krankenhausaufenthalte vermieden werden können. Und den Ärzten bietet der Vollversorgungsvertrag hohe Planungssicherheit und eine leistungsgerechte Vergütung und leistet so einen wichtigen Beitrag zur Sicherung einer wohn­ortnahen ambulanten Versorgung“, sagte Werner Baumgärtner, Vorstandsvorsitzender von MEDI-Baden-Württemberg und MEDI GENO Deutschland. © hil/aerzteblatt.de

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