NewsPolitik15 Ärztinnen und Ärzte im neuen Bundestag vertreten
Als E-Mail versenden...
Auf facebook teilen...
Twittern...
Drucken...

Politik

15 Ärztinnen und Ärzte im neuen Bundestag vertreten

Montag, 27. September 2021

/dpa

Berlin – Altbekannte, aber auch neue Gesichter unter den Gesundheitspolitikerinnen und -politikern sowie einige neue Ärztinnen und Ärzte im neuen Deutschen Bundestag: Unter den 735 neu gewählten Bundestagsabgeordneten sind 15 Ärztinnen und Ärzte.

Für die SPD ist die Hausärztin und gesundheitspolitische Sprecherin Sabine Dittmar wieder über die bayerische Landesliste auf Platz 14 eingezogen. Ebenso ist Karl Lauterbach mit seinem Direktmandat in Köln-Leverkusen und als „Stimmkönig“ wieder in den Bundestag einzogen: Mit 45,6 Prozent hat er am meisten Direktstimmen bundesweit erhalten.

Anzeige

Neu dabei sind fünf weitere Ärztinnen und Ärzte: Dazu zählt der Facharzt für Chirurgie und Notfallmedizin Andreas Philippi als direktgewählter SPD-Abgeordneter in Göttingen mit 32,2 Prozent. Auch die niedergelassene Pädiaterin Nezahat Baradari (SPD) ist über die Landesliste NRW eingezogen. Neurochirurg Christos Pantazis (SPD) wurde in Braunschweig mit 36,7 Prozent direkt gewählt. Die Ärztin Tina Rudolph aus Eisenach ist über die thüringische Landesliste für die SPD eingezogen. Ebenso neu dabei ist Herbert Wollmann, der im Wahlkreis Altmark in Sachsen-Anhalt mit 27,5 Prozent direkt gewählt wurde. Der 70-jährige ist niedergelassener Internist.

Für die CDU sind noch zwei Ärzte mit dabei: So ist Helge Braun, bisheriger Kanzleramtsminister und Anästhesist, über die Landesliste Hessen eingezogen, die er auf dem ersten Platz angeführt hat. CSU-Gesundheitsexperte Stephan Pilsinger, Hausarzt im Münchner Umland, hat das Direktmandat in München-West verteidigt – allerdings mit einem denkbar knappen Vorsprung von 146 Stimmen.

Bei den Grünen sind fünf Ärztinnen und Ärzte mit dabei: Die Ärzte Janosch Dahmen (Landesliste NRW) sowie Neurologe Armin Gau (Landesliste Rheinland-Pfalz) sind in den Bundestag eingezogen. Auch Kirsten Kappert-Gonther ist über den Landeslistenplatz 1 in Bremen wieder im Bundestag. Neu dabei ist Paula Piechotta, die an der Uniklinik Leipzig arbeitet und über die sächsische Landesliste ihr Bundestagsmandat errungen hat. Johannes Wagner, Jahrgang 1991, ist über die Landesliste Bayern eingezogen und arbeitet in einer Kinderklinik. Für die FDP ist Andrew Ullmann, Infektiologe an der Uni Würzburg, erneut im Bundestag.

Viele Gesundheitspolitiker erneut im Bundestag

Unter den bisherigen Abgeordneten, die Mitglied im Gesundheitsausschuss des Deutschen Bundestages in der vorherigen Legislatur waren oder in den Fraktionen für Gesundheitspolitik zuständig waren, sind viele wieder mit dabei: So hat für die SPD die stellvertretende Fraktionsvorsitzende Bärbel Bas das Direktmandat in Duisburg geschafft, ebenso Edgar Franke mit Direktmandat im Schwalm-Eder-Kreis, sowie Dirk Heidenblut in Essen, Claudia Moll mit Direktmandat in Aachen II und Bettina Müller im Wahlkreis Main-Kinzig. Martina Stamm-Fibich ist über die Landesliste in Bayern sowie Heike Baehrens über die Landesliste Baden-Württemberg eingezogen.

Bei der CDU hat der bisherige Ausschussvorsitzende Erwin Rüddel sein Direktmandat mit 31,9 Prozent in Neuwied gewonnen sowie Arzneimittelexperte Michael Hennrich mit 30,1 Prozent und Georg Kippels im Rhein-Erft-Kreis mit 33 Prozent. Über die jeweilige Landesliste sind Dietrich Monstadt (Mecklenburg-Vorpommern) sowie Tino Sorge (Sachsen-Anhalt) mit dabei.

Für die CSU hat Emmi Zeulner mit 47,8 Prozent ihren Wahlkreis Kulmbach gewonnen. Auch Erich Irlsdorfer wurde mit 36,2 Prozent in Freising direkt gewählt.

Aus dem CDU-geführten Bundesgesundheitsministerium hat der bisherige Gesundheitsminister Jens Spahn mit 40 Prozent seinen Wahlkreis Borken/Steinfurt wieder gewonnen. Die parlamentarische Staatssekretärin Sabine Weiss ist über Platz 13 der Landesliste Nordrhein-Westfalen wieder im Bundestag. Staatssekretär Thomas Gebhart kommt über die Landesliste Rheinland-Pfalz auf Platz 3 in den Bundestag. Beide haben ihre Direktmandate nicht geschafft.

CSU-Politikerin Daniela Ludwig, Drogenbeauftragte der Bundesregierung, hat ihren Wahlkreis mit 36,1 Prozent gewonnen.

Ebenso hat die frühere parlamentarische Staatssekretärin im Bundesgesundheitsministerium Annette Widmann-Mauz, momentan Staatssekretärin für Integration im Kanzleramt, mit 29 Prozent ihren Wahlkreis Tübingen zum sechsten Mal gewonnen.

Bei den Grünen hat die bisherige Sprecherin Maria Klein-Schmeink in Münster mit 32,3 Prozent das Direktmandat erreicht. Auch Pflegeexpertin Kordula Schulz-Asche zieht wieder über die Landesliste Hessen mit ein.

Für die FDP ist Christine Aschenberg-Dugnus über die Landesliste Schleswig-Holstein eingezogen, ebenso Katrin Helling-Plahr sowie Nicole Westig, beide über die Landesliste NRW.

Interesse an einem Sitz im Gesundheitsausschuss könnten zwei frühere Gesundheitspolitiker haben: So ist Lars Lindemann, zwischen 2007 und 2009 Mitglied im Bundestag, wieder über die Berliner Landesliste für die FDP eingezogen. Mario Czaja, der frühere Berliner Gesundheitssenator und Organisator der Impfzentren in Berlin, hat in der Hauptstadt im Bezirk Marzahn-Hellersdorf das Direktmandat für die CDU geholt. Dies hatte bislang seit 2002 die Linken-Politikerin Petra Pau inne.

Nicht mehr dabei ist bei der CDU Rudolf Henke, der das Direktmandat in Aachen nicht geschafft hat. Auch die Patientenbeauftragte Claudia Schmidtke hat ihr Direktmandat in Lübeck klar verpasst. Roy Kühne, der sich einmal Hoffnungen auf den Posten des gesundheitspolitischen Sprechers gemacht hatte, ist ebenfalls nicht mehr im Parlament vertreten. Auch er hat sein Direktmandat verpasst. Gleiches gilt für Alexander Krauß: Er hat im Erzgebirgskreis sein Mandat an die AfD verloren.

Bei der Linken ist Kathrin Vogler wieder mit dabei. Bei der AfD ist keiner der bisher bekannten Gesundheitspolitiker mehr im Bundestag vertreten.

Ob die Ärztinnen und Ärzte sowie die bisherigen Abgeordneten aus dem Gesundheitsausschuss wieder in diesem Politikfeld arbeiten werden, wird sich in den kommenden Wochen – wohlmöglich erst nach Bildung einer neuen Regierung – zeigen. © bee/as/aerzteblatt.de

Kommentare

Die Kommentarfunktion steht zur Zeit nicht zur Verfügung.
LNS
LNS

Fachgebiet

Stellenangebote

    Weitere...

    Aktuelle Kommentare

    Archiv

    NEWSLETTER