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EU unterstützt Ultrafeinstaub­forschung an der Universität Rostock

Mittwoch, 29. September 2021

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Rostock – Eine internationale Arbeitsgruppe, zu der auch ein Wissenschaftlerteam der Universität Rostock gehört, untersucht in den kommenden Jahren die gesundheitlichen Auswirkungen von sogenannten Ultrafeinstäuben aus Verkehrsemissionen.

Laut der Weltgesundheitsorganisation WHO führt Feinstaub in der Luft jährlich weltweit zu etwa sieben Millionen vorzeitigen Todesfällen. „Einatembare Feinstäube bestehen aus Partikeln, die kleiner als 2,5 Mikrometer sind. Von diesen einatembaren Feinstäuben ist der Ultrafeinstaub mit Partikeldurchmessern von weniger als 100 Nanometern die feinste Fraktion“, erläutert Ralf Zimmermann, der den Lehrstuhl für Analytische Chemie sowie das gemeinsame Massenspektrometriezentrum der Universität Rostock und des Helmholtz Zentrums München leitet.

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„Es wird davon ausgegangen, dass ultrafeine Partikel aufgrund ihrer hohen Lungengängigkeit gesund­heits­­­­schädlicher als andere Feinstaubpartikel sind“, betont der Rostocker Forscher. Es sei nachgewiesen, dass diese feinsten Partikel aus der Lunge in die Blutbahn gelangen können.

Das internationale Forschungskonsortium zu den Auswirkungen der Ultrafeinstäube mit dem Namen ULTRHAS wird vom Norwegischen Institut für Gesundheit der Bevölkerung koordiniert. Beteiligt sind von Rostocker Seite die Lehrstühle für Analytische Chemie sowie für Kolbenmaschinen und Verbrennungs­motoren.

Weitere Partner sind das Helmholtz Zentrum München, die Universität der Bundeswehr in München, die University of Eastern Finland, die Université de Fribourg und das Finnish Institute for Health and Welfare.

Das Konsortium will herausfinden, wie gesundheitlich belastend die unterschiedlichen Verkehrsemissio­nen sind und ob die Ultrafeinstaubteilchen aus Verkehrsemissionen dabei besonders gefährlich sind. Neben der direkten Zelltoxizität wollen die Forscher auch untersuchen, ob der Ultrafeinstaub Genschä­den auslösen kann.

Für das ULTRHAS-Gesamtkonsortium stehen vier Millionen Euro Forschungsgelder der Europäischen Union (EU) zu Verfügung, die Universität Rostock erhält für die nächsten vier Jahre davon 700.000 Euro. © hil/aerzteblatt.de

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