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Mit KI Sepsis in den Griff bekommen

Freitag, 1. Oktober 2021

/Kateryna Kon, AdobeStock.com

Bochum – Das Universitätsklinikum Knappschaftskrankenhaus Bochum hat ein Digitalisierungsprojekt in der Sepsistherapie gestartet. Ziel ist es, mithilfe Künstlicher Intelligenz die optimale Antibiotikadosis individuell zu bestimmen und zu überwachen. Das Pilotprojekt wird vom Land Nordrhein-Westfalen mit 855.000 Euro gefördert.

Der Klinik zufolge sterben jährlich über 50.000 Menschen in Deutschland an einer Sepsis. Die effektive Therapie mit Antibiotika sei entscheidend für das Überleben. Deshalb soll ein Machine-Learning-Modell in Kombination mit einem Massenspektrometer die Behandlung optimieren.

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„Die Referenzmessungen der Antibiotikakonzentrationen mithilfe des hier geförderten Massenspektro­meters ermöglichen uns, mittels KI-gestütztem Machine Learning ein mathematisches Modell zu ent­wickeln, das zudem permanent in die digitalisierte Intensivstation implementiert werden kann“, sagte Projektleiterin Barbara Sitek, die in der Klinik für Anästhesiologie, Intensivmedizin und Schmerztherapie des Universitätsklinikums Knappschaftskrankenhaus Bochum tätig ist.

Zukünftig werde es dann auf Basis der klinischen Werte der Patienten eine individuelle Dosierungsemp­feh­lung von Antibiotika geben, so die Medizinerin. Geplant sein, den innovativen Ansatz zur digitalen Dosierungsanpassung von Antibiotika den Kliniken im Verbund der Knappschaftskliniken zur Verfügung zu stellen.

Sitek zufolge ist das entwickelte KI-Modell auf alle Intensivstationen mit Patientendatenmanagement­system übertragbar und kann problemlos implementiert werden. Nach erfolgreicher Entwicklung lasse sich das Modell auch auf weitere Erkrankungen und Medikamente anwenden. © hil/aerzteblatt.de

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