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Ärzteschaft

Thüringens Arztpraxen sehen sich für Grippeimpfungen gewappnet

Montag, 4. Oktober 2021

/dpa/EUROPA PRESS, María José López

Weimar – Nach dem Ansturm auf die Grippeschutzimpfung im vergangenen Herbst sehen sich Thüringens Ärzte und Apotheker gut für die diesjährige Impfkampagne gerüstet. „Impfstoff ist geliefert, viele Praxen haben angefangen“, sagte der Vorsitzende des Thüringer Hausärzteverbandes, Ulf Zitterbart, der Deutschen Presse-Agentur (dpa).

Nach Einschätzung des Thüringer Apothekerverbandes zeichnen sich derzeit auch keine Lieferprobleme der Hersteller ab. Die Praxen hätten sich gut vorbereitet und zumeist schon im März geordert, sagte Verbandschef Stefan Fink. „Die Ärzte sind nach dem Vorjahr sensibilisiert.“ In der Saison 2020/21 hatte die Zahl der gegen die Virusgrippe (Influenza) geimpften Menschen sprunghaft zugenommen.

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In Thüringen ließen sich laut Kassenärztlicher Vereinigung (KVT) mehr als 592 .700 Menschen immunisieren, fast ein Viertel mehr als ein Jahr zuvor. Im vergangenen Herbst hatten Ärzte angesichts des noch nicht verfügbaren COVID-19-Impfstoffs verstärkt zur Grippeschutzimpfung aufgerufen, vor allem um eine Überlastung der Krankenhäuser durch schwere Grippeerkrankungen zu verhindern. Die Grippewelle blieb im Pandemiewinter mit Schulschließungen, Maskenpflicht und Ausgangssperren letztlich aus.

Auch in diesem Jahr raten Ärzteverbände wieder zum Grippeschutz, vor allem für über 60-Jährige, chronische Kranke und Menschen mit viel Kontakt zu anderen Menschen. Die Landesärztekammer hat darauf hingewiesen, dass die Grippeschutzimpfung eine mögliche Impfung gegen COVID-19 nicht beeinträchtigt.

Laut Ständiger Impfkommission (STIKO) können beide Spritzen auch gleichzeitig bei einem Termin verabreicht werden. Thüringens Hausärzteverbandschef Zitterbart rechnet deshalb auch nicht mit einem zusätzlichen organisatorischen Aufwand für die Praxen. „Grippeimpfung ist für uns Routine“, sagte er.

Die gesetzlichen Krankenkassen haben in der Saison 2020/21 in Thüringen insgesamt rund 8 Millionen Euro für Grippeimpfstoffe ausgegeben, wie eine Sprecherin der AOKplus auf Anfrage sagte. Hinzu kamen rund 5,5 Millionen Euro an Impfhonoraren für Ärzte. Mit weiteren Kostensteigerungen rechneten die Kassen trotz eines in diesem Jahr neu verfügbaren und teureren Hochdosisimpfstoffs für über 60-Jährige derzeit nicht, sagte eine Sprecherin. Die Kassen gingen eher davon aus, dass die Impfbereitschaft wieder sinke. © dpa/aerzteblatt.de

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