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Ärzteschaft

Nachhaltigkeit mit hohem Stellenwert für Arztpraxen und Apotheken

Mittwoch, 6. Oktober 2021

/dpa

Düsseldorf – Nachhaltigkeit ist für deutsche Arztpraxen und Apotheken durchaus ein wichtiges Thema. Das zeigt eine Umfrage der Deutschen Apotheker- und Ärztebank (Apobank). Demnach besitzt Nachhal­tig­keit für 61 Prozent der Befragten einen hohen Stellenwert, für 28 Prozent hat sie sogar eine sehr hohe Relevanz.

Insgesamt nahmen im Juli und August 2021 500 selbstständige Haus- und Fachärzte, Zahnärzte und Apotheker an der Umfrage teil. Auf einer Skala von 1 (nicht nachhaltig) bis 10 (sehr nachhaltig) bewerten die Heilberuflerinnen und Heilberufler ihre Praxen und Apotheken durchschnittlich mit 6,2. Die größten Treiber für mehr Nachhaltigkeit stellen dabei die eigene Überzeugung und die soziale Verantwortung gegenüber der nachfolgenden Generation dar.

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Fast alle abgefragten ökologischen Maßnahmen werden von mindestens der Hälfte der Niedergelasse­nen bereits berücksichtigt – allem voran das Entsorgungsmanagement, wie beispielsweise Mülltrennung, Recycling oder die Nutzung von Mehrwegprodukten.

Dicht gefolgt von einem ressourcenschonenden Energieverbrauch, sei es durch Ökostrom oder energie­effiziente Geräte und der Digitalisierung im Sinne einer papierlosen Praxis beziehungsweise Apotheke.

Auf der anderen Seite gehören ein Mangel an nachhaltigen Alternativen sowie ein hoher Zeit- und Kos­tenaufwand zu den Kriterien, die eine nachhaltige Entwicklung eher ausbremsen. 40 Prozent der Befrag­ten verwiesen diesbezüglich auf mangelnde öffentliche Unterstützung.

Bei Hausärzten hat Nachhaltigkeit laut der Umfrage die höchste Relevanz: Mehr als ein Drittel der Be­frag­­ten gab an, dass das Thema im persönlichen Umfeld einen sehr hohen Stellenwert einnimmt. Jeder Dritte sieht die eigene Praxis als sehr nachhaltig aufgestellt – der höchste Wert im Berufsgruppen­ver­gleich.

Ein möglicher Grund: Hausärzte sind die Berufsgruppe, die in ihrem eigenen Tätigkeitsbereich eine deut­liche Zunahme der gesundheitlichen Auswirkungen durch Umweltverschmutzung wahrnimmt (60 Pro­zent). Entsprechend fühlen sich 84 Prozent selbst dafür zuständig, zu einer nachhaltigen Lebensführung zu animieren.

28 Prozent der Fachärzte bescheinigen der Nachhaltigkeit einen sehr hohen Stellenwert, und genauso viele schätzen ihre Praxis als bereits nachhaltig ein. Dabei achten sie vor allem auf eine Umstellung der analogen Praxisprozesse zu digitalen Anwendungen (80 Prozent), ein intelligentes Entsorgungsmanage­ment (78 Prozent) und einen ressourcenschonenden Energieverbrauch (76 Prozent). © aha/EB/aerzteblatt.de

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