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Politik

Baden-Württemberg will Coronatests an Schulen fortsetzen

Mittwoch, 6. Oktober 2021

/picture alliance, Sebastian Gollnow

Stuttgart – Baden-Württemberg will die regelmäßigen Coronatests in Schulen über die Herbstferien hinaus bis zum Jahresende fortsetzen. Das geht aus einer Kabinettsvorlage des Sozialministeriums her­vor.

Ungeimpfte Kinder und Jugendliche sollen demnach bis Weihnachten dreimal die Woche einen Corona­schnelltest machen. Bei PCR-Tests reichen zwei pro Woche. Die Regel gilt nicht für Geimpfte und Gene­sene. Ursprünglich sollte nur bis zu Beginn der Herbstferien Ende Oktober kontinuierlich getestet wer­den.

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Das Ressort von Sozialminister Manne Lucha (Grüne) veranschlagt für die Tests und die Verteilung an die Schulträger weitere Kosten in Höhe von 65 Millionen Euro. Das Geld soll aus der Rücklage für Corona-bedingte Haushaltsrisiken entnommen werden.

Zur Begründung heißt es, es dauere noch, bis es in der Bevölkerung einen umfassenden Impfschutz gebe. Mit Hilfe der Tests in Schulen könnten „unkontrollierte Ausbruchsgeschehen verhindert und ein dauer­haf­ter Präsenzbetrieb gewährleistet werden“.

Hintergrund ist, dass es für unter Zwölfjährige keine Impfempfehlung gibt. Die für ältere Kinder und Jugendliche gilt erst seit Kurzem.

Das Land will auch, dass ungeimpfte Beschäftigte in Schulen und Kitas bis Jahresende weiterhin täglich getestet werden. Tritt in einer Schulklasse ein Coronafall auf, sollen sich alle Schüler fünf Tage lang täglich testen. Bei einer Infektion in der Kindertagesstätte sollen alle anderen Kinder einmalig vor der Rückkehr in die Kita getestet werden.

Vergangene Woche hatte das Kultusministerium mitgeteilt, dass vom 18. Oktober an die Maskenpflicht in den Schulen gelockert wird. Demnach müssen Kinder und Jugendliche keinen Mund- und Nasenschutz mehr an ihrem Platz im Klassenzimmer tragen.

Die Befürchtungen, dass Rückkehrer aus den Sommerferien das Coronavirus massenweise in die Schulen tragen könnten, hat sich nicht erhärtet. Das Land will die Vorgaben aber wieder verschärfen, falls sich die Coronalage dramatisch zuspitzen sollte. © dpa/aerzteblatt.de

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