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EMA könnte in den kommenden Tagen Prüfung von Coronamedikament von Merck starten

Mittwoch, 6. Oktober 2021

/rarrarorro, stock.adobe.com

Den Haag – Die Europäische Arzneimittelbehörde EMA könnte schon bald mit der Prüfung des Corona­medi­ka­ments von US-Pharmakonzern Merck & Co. beginnen. EMA-Experten erwägen, „in den nächsten Tagen eine fortlaufende Prüfung für diesen Wirkstoff einzu­leiten“, sagte Marco Cavaleri, Leiter der Impf­stoffstrategie bei der in Amsterdam ansässigen EMA, gestern.

Merck & Co. hatte am vergangenen Freitag angekündigt, „so bald wie möglich“ eine Notfallzulassung in den USA und anderswo beantragen zu wollen.

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Zuvor hatte das Unternehmen mit seiner Partnerfirma Ridgeback Biotherapeutics mitgeteilt, das antivi­rale Medikament Molnupiravir halbiere bei infizierten Patienten das Risiko einer Krankenhauseinliefe­rung oder eines tödlichen Krankheitsverlaufes.

Bei Studien mit 770 Patienten seien bei den Empfängern eines Placebos acht Menschen gestorben, bei den Empfängern des Medikaments hingegen niemand.

Das Arzneimittel könnte einen Durchbruch in der Behandlung von COVID-Erkrankungen darstellen, da es anders als andere Therapien als Pille und nicht per Infusion verabreicht wird.

Das fortlaufende Überprüfungsverfahren ermöglicht es der EMA, Sicherheits- und Wirksamkeitsdaten zu Medikamenten zu prüfen, sobald sie verfügbar sind und noch bevor der Hersteller einen vollständigen Zulassungsantrag stellt. Damit soll die Beurteilung eines später eingereichten Antrags beschleunigt werden. Die Bewilligung kann dennoch mehrere Monate dauern.

Vorgestern hatte die EU-Behörde grünes Licht für Auffrischungsimpfungen mit dem Coronaimpfstoff von Biontech gegeben. Empfehlungen zur Verabreichung der Auffrischungsimpfungen würden von den Gesund­heitsbehörden auf nationaler Ebene ausgegeben, erklärte die EMA. © afp/aerzteblatt.de

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