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Ausland

Impfquote von 70 Prozent: Großraum Sydney lockert Coronaregeln

Donnerstag, 7. Oktober 2021

/picture alliance, AA, Steven Saphore

Sydney – Aufatmen im australischen Bundesstaat New South Wales und in der Millionenstadt Sydney: Weil dort inzwischen 70 Prozent der Bevölkerung vollständig geimpft sind, hat die Regionalregierung weitreichende Lockerungen der strikten Coronabeschränkungen angekündigt.

Bereits ab Montag dürfen vollständig Geimpfte – erstmals seit 100 Tagen – wieder in Restaurants essen und ins Fitnessstudio gehen. Zudem können sich wieder zehn statt wie bisher fünf Erwachsene in Privat­häusern treffen, im Freien sind Versammlungen von 30 statt wie bisher 20 Menschen erlaubt, wie Regio­nalpremier Dominic Perrottet heute erklärte.

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Ab dem 18. Oktober sollen zudem schrittweise die Schulen wieder aufmachen. „Impfungen sind der Schlüssel zur Normalisierung des Lebens, und die Lockerungen werden dazu beitragen, dass Familien und Freunde wieder zusammenkommen, Kinder in die Schulen gehen und Unternehmen schneller ihren Betrieb aufnehmen“, sagte Perrottet.

Die Behörden hatten seit Wochen betont, dass die Maßnahmen gelockert würden, sobald eine Impfquote von 70 Prozent erreicht sei. Wenn 80 Prozent der Bürger doppelt geimpft sind, sollen weitere Regeln auf­gehoben oder entschärft werden.

New South Wales an der Ostküste war lange die am schlimmsten von einer Welle an Neuinfektionen heimgesuchte Region des Landes. Ausgelöst wurde sie durch die hochansteckende Delta-Variante. Mit­tler­weile gehen die Zahlen aber wieder zurück. Das benachbarte Victoria mit der Metropole Mel­bourne kämpft dagegen noch gegen einen größeren Ausbruch.

Australien war dank strenger Regeln, geschlossener Außengrenzen und der isolierten Insellage lange Zeit erfolgreich im Kampf gegen das Virus. Die Regierung verfolgte eine „Null-COVID-Strategie“, die aber mit dem Auftauchen der Delta-Variante nicht mehr aufrechterhalten werden konnte.

Insgesamt sind landesweit bislang 116.000 Fälle bestätigt worden – unter insgesamt 25 Millionen Be­woh­nern. Rund 1.350 Menschen sind im Zusammenhang mit COVID-19 gestorben. © dpa/aerzteblatt.de

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