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Medizin

DGHO-Kongress: Rotation in die Palliativmedizin in der Weiterbildung effektiver als Seminare

Freitag, 8. Oktober 2021

/ARTFULLY-79, stock.adobe.com

Berlin – Bei der Fort- und Weiterbildung von Ärztinnen und Ärzten ist die Rotation auf einer palliativ­medi­zinische Station effektiver als fallbezogene Seminare. Das berichtete ein Wissenschaftlerteam der Universitätskliniken in Aachen und Essen sowie des Evangelischen Krankenhauses Wesel (EVKWesel) auf der Jahrestagung 2021 der Deutschen Gesellschaft für Hämatologie und Medizinische Onkologie (DGHO). Ihre Studie ist in der Kongressausgabe der Zeitschrift Oncology Research and Treatment erschienen (Oncol Res Treat 2021;44(suppl 4): 27).

„Die postgraduale Ausbildung zur Subspezialisierung in der Palliativmedizin umfasst 40 Unterrichtsein­heiten mit zusätzlichen 120 Einheiten fallbezogener Seminare. Diese Seminare können durch eine 6-monatige Rotation auf der Station einer spezialisierten Palliativstation ersetzt werden“, berichten die Wissenschaftler. Sie wollten wissen, wie der Lernzuwachs zwischen Teilnehmern der Fallseminare und Assistenzärztinnen und -ärzten ausfällt, die eine 6- oder 12-monatige Rotation (Rot6 oder Rot12) auf einer Palliativstation absolvieren.

Dazu nahmen von März 2019 bis Mai 2021 73 Teilnehmer der Fallseminare und 21 Ärzte mit einer Rotation an der Befragung teil. Letztere rotierten für 6 (n=10) und 12 Monate (n=11).

„Für alle Kernkompetenzen in der Palliativmedizin ist der größte Lernzuwachs bei den Assistenzärzten mit 12-monatiger Rotation zu verzeichnen. Bei allen Kompetenzdimensionen übersteigt der Lernzu­wachs während der Rotation denjenigen während der Fallseminare“, berichten die Ausbildungsforscher.

„Insgesamt scheint der Lernzuwachs im Rahmen einer Rotation größer zu sein. Die vorliegenden Ergebnisse zeigen, wie wichtig eine praxisbezogene postgraduale Ausbildung in der Palliativmedizin ist. Weitere Forschung auf dem Gebiet der Ergebnisbewertung ist erforderlich, um Ausbildungsprogramme zu optimieren“, lautet ihr Fazit. © hil/aerzteblatt.de

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