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Medizin

Höherer Verzehr von Obst und Gemüse korreliert mit besserer psychischer Gesundheit bei Schülern

Donnerstag, 11. November 2021

/ricka_kinamoto, stock.adobe.com

Norwich – Ein nahrhaftes Frühstück und Mittagessen stehen offenbar bei Schülern aller Altersgruppen im Zusammenhang mit emotionalem Wohlbefinden. Ein höherer Verzehr von Obst und Gemüse korreliert zudem mit einer besseren psychischen Gesundheit bei Schülern der Sekundarstufe eins. Das berichtet ein Wissenschaftlerteam um Ailsa Welch und Richard Hayhoe von der Norwich Medical School im Fachjournal BMJ Nutrition Prevention & Health (2021, DOI: 10.1136/bmjnph-2020-000205).

Die Forscher werten Antworten von über 50 Schulen in Norfolk, England, auf die Norfolk Children and Young People Health and Wellbeing Survey aus. Insgesamt füllten 10.853 Schülerinnen und Schüler die Umfrage zu ihrer psychischen Gesundheit und Ernährung aus. Die Daten von 7.570 Schülern der Sekundarstufe und 1.253 Grundschülern wurden in die endgültige Analyse einbezogen.

Die Fragen zur Ernährung zielten darauf ab, den Verzehr von Obst und Gemüse sowie die Art des Frühstücks und des Mittagessens, den Alkoholkonsum, den Anspruch auf kostenlose Schulmahlzeiten und die Zufriedenheit mit dem Gewicht zu ermitteln.

Außerdem wurden Informationen zur Vorgeschichte und zum allgemeinen Gesundheitszustand sowie eine Reihe weiterer Faktoren erhoben. Die psychische Gesundheit haben die Forscher anhand validierter, altersgerechter Messgrößen bewertet.

Der Durchschnittswert für die psychische Gesundheit lag bei 46,6 von 70 Punkten für Sekundarschüler und 46 von 60 Punkten für Grundschüler. 25 % der Sekundarschüler und 28,5 % der Grundschüler gaben an, die empfohlenen fünf Portionen Obst und Gemüse pro Tag zu essen. 10 beziehungsweise 9 % aßen kein Obst und Gemüse.

„Ein höherer kombinierter Verzehr von Obst und Gemüse stand in signifikantem Zusammenhang mit höheren Werten für die psychische Gesundheit: je höher der Verzehr, desto höher der Wert“, berichten die Forscher.

Im Vergleich zu Sekundarschülern, die kein Obst oder Gemüse verzehrten, war der Verzehr von 1 oder 2 Portionen täglich mit einem um 1,42 Punkten höheren Wert verbunden, während der Verzehr von 3 oder 4 Portionen mit einem um 2,34 Punkten höheren Wert verbunden war. Der Verzehr von 5 oder mehr Portionen stand mit einem um 3,73 Einheiten höheren Wert in Verbindung.

Die Art des Frühstücks korrelierte laut der Arbeitsgruppe signifikant mit dem psychischen Wohlbefinden. Im Vergleich zu einem herkömmlichen Frühstück, wie Toast, Brei, Müsli, Joghurt, Obst oder einem gekochten Frühstück, war der Verzehr von Snacks oder Frühstücksriegeln mit einem um 1,15 Punkten niedrigeren Wert verbunden.

Der Verzicht auf ein Mittagessen war mit einem um 2,95 Einheiten niedrigeren Wert verbunden als der Verzehr eines Lunchpakets.

„Die Bedeutung einer qualitativ hochwertigen Ernährung für das Wachstum und die Entwicklung von Kindern ist allgemein bekannt. Unsere Studie ergänzt diese Erkenntnisse durch die Erkenntnis, dass die Ernährung auch für das psychische Wohlbefinden von Kindern von großer Bedeutung ist“, erläutern die Forscher.

Der Unterschied im psychischen Wohlbefinden zwischen den Kindern, die am meisten Obst und Gemüse aßen, und denen, die am wenigsten aßen, war ähnlich groß wie bei den Kindern, die von täglichem oder fast täglichem Streit oder Gewalt zu Hause berichteten, so die Forscher.

Sie weisen allerdings darauf hin, dass es sich bei Untersuchung um eine Beobachtungsstudie handelt, welche die Ursache nicht klärt. © hil/aerzteblatt.de

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