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Ausland

Lockdownende: Großraum Sydney lockert für Geimpfte

Montag, 11. Oktober 2021

/dpa, Dan Himbrechts

Sydney – Im australischen Bundesstaat New South Wales mit der Metropole Sydney ist der strikte Co­ro­nalockdown nach 106 Tagen beendet worden. Die Maßnahmen wurden heute erheblich gelockert, nach­dem in der Vorwoche mehr als 70 Prozent der Bevölkerung ihre zweite Impfdosis erhalten hatten.

Landesweit liegt die Impfquote in Australien aktuell bei knapp 62 Prozent. Medien feierten die Locke­rungen als „Freedom Day“ (Freiheitstag). Allerdings gelten die neuen Freiheiten nur für vollständig Ge­impfte.

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Wegen eines von der Delta-Variante ausgelösten Coronaausbruchs in der Region durften die Bürger seit Ende Juni nur noch in Ausnahmen ihre Häuser verlassen. Seither wurden Behördenangaben zufolge 63.000 Infektionsfälle und mehr als 430 Tote in Verbindung mit COVID-19 verzeichnet.

„Wir führen die Nation aus der Pandemie heraus“, sagte Regionalpremier Dominic Perrottet. Er fügte aber hinzu, es werde dabei Herausforderungen geben. „Wir müssen lernen, mit dem Virus zu leben.“

Unter anderem dürfen sich Geimpfte ab sofort wieder draußen in Gruppen von bis zu 30 Menschen treffen. In Häusern sind Treffen von zehn Menschen erlaubt. Geschäfte, Restaurants und Friseure können wieder öffnen, allerdings nur unter Einhaltung der Distanzregeln, was auch für Museen, Kinos und Fit­nessstudios gilt.

Die Anzahl der Besucher in Stadien und Zoos wird zunächst auf 5.000 begrenzt. Die Schulen sollen ab dem 25. Oktober wieder aufmachen. Weitere Lockerungen soll es geben, wenn 80 Prozent der Bevöl­kerung von New South Wales geimpft sind.

Der Bundesstaat an der Ostküste war lange die am schlimmsten von einer Welle von Neuinfektionen heimgesuchte Region des Landes. Anfang September wurden teilweise mehr als 1.500 neue Fälle am Tag gemeldet. Heute lag die Zahl bei 496. Der Nachbarstaat Victoria mit der Millionenstadt Melbourne kämpft hingegen weiter gegen eine schwere Infektionswelle.

Australien war dank strenger Regeln, geschlossener Außengrenzen und der isolierten Insellage lange Zeit erfolgreich im Kampf gegen das Virus. Die Regierung verfolgte eine „Null-COVID-Strategie“, die aber mit dem Auftauchen der hochansteckenden Delta-Variante nicht mehr aufrechterhalten werden konnte.

Insgesamt sind landesweit bislang 127.000 Fälle bestätigt worden – bei 25 Millionen Bewohnern. Rund 1.430 Menschen sind im Zusammenhang mit COVID-19 gestorben. © dpa/aerzteblatt.de

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