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Ausland

Blutspende: England schafft diskriminierende Regel ab

Montag, 11. Oktober 2021

/Yakobchuk Olena, stock.adobe.com

London – Die britische Regierung will zum Jahresende eine in England geltende Regel beim Blutspen­den abschaffen, die seit längerem als diskriminierend gegenüber Schwarzen angeprangert wird.

Künftig werde es „insbesondere für schwarze Spender einfacher, Blut zu spenden“, erklärte Gesundheits­minister Sajid Javid heute. Dadurch werde letztlich mehr Leben gerettet. Schottland und Wales hatten die Regel bereits im vergangenen Jahr aufgehoben.

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Derzeit werden potenzielle Blutspender in England gefragt, ob sie Sex mit einem Partner hatten, der in Teilen der Welt sexuell aktiv war oder gewesen sein könnte, wo Aids und das HI-Virus stark verbreitet sind – dies betrifft ein Großteil der Länder südlich der Sahara. Bei einem Ja werden sie für einen Zeit­raum von drei Monaten nach dem letzten sexuellen Kontakt vom Blutspenden ausgeschlossen.

Dieser Umstand könnte laut Gesundheitsministerium vor allem Spender afrikanischer Herkunft sowie deren Partner von einer Blutspende abhalten. Die Abschaffung der Regel werde voraussichtlich zu mehr Spenden von selteneren Blutgruppen führen, „ohne die Sicherheit zu beeinträchtigen“.

Weitere Fragen zur Bewertung des Risikoverhaltens potenzieller Spender sowie zu jüngsten Reisen in Länder, in denen HIV grassiert, würden beibehalten, fügte das Ministerium hinzu. Es wies auch auf um­fassende Tests der Blutspenden hin, um die Weitergabe von Infektionskrankheiten zu verhindern.

Nach seinen Angaben wird die Aufhebung der Beschränkung darüberhinaus nach einem Jahr über­prüft. Die Aidshilfe-Gruppe National Aids Trust begrüßte die Abschaffung dieser „überholten, unnötigen und diskriminierenden Frage“.

Im Juni erst hatte Großbritannien seine Zulassungsbeschränkung zum Blutspenden für homosexuelle und bisexuelle Männer gelockert. Durch die Änderungen dürfen Homo- und Bisexuelle auch dann ihr Blut spenden, wenn sie in den vergangenen drei Monaten ein aktives Sexualleben geführt haben – vorausgesetzt, es handelte sich dabei nur um einen Partner. © afp/aerzteblatt.de

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