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Ärzteschaft

Hygienepauschale steht weiter in der Kritik

Montag, 11. Oktober 2021

/picture alliance

Berlin – Der Spitzenverband Fachärzte Deutschlands (Spifa) will seine Kampagne zum Thema „Hygiene“ fortführen. Mit der Kampagne will der Verband die Krankenkassen dazu bewegen, ein schlüssiges Ange­bot zur ausreichenden Finanzierung von Hygiene- und Medizinprodukteaufbereitungs­maßnahmen vorzu­legen.

Laut Spifa sind die Kosten für eine qualitätsgesicherte und validierte Aufbereitung von medizinischen Geräten in den vergangenen Jahren erheblich angestiegen und können aus den von der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) gezahlten Beträgen nicht mehr gedeckt werden.

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Die zuletzt von den Krankenkassen angebotene zusätzliche Pauschale über im Schnitt 960 Euro pro Jahr und Praxis sei „völlig realitätsfern“ und benachteilige zudem Fachrichtungen, die durch einen besonders hohen Hygieneaufwand gekennzeichnet seien, sagte Spifa-Vorstandsmitglied Axel Schroeder.

Gerade die Pandemie habe deutlich gemacht, wie wichtig ein Schutz vor lebensgefährlichen Infektionen sei. Diesen Schutz für Patienten, Mitarbeiter und nicht zuletzt sich selbst könnten Fachärzte aber nur ge­währleisten, wenn ihnen dafür die nötigen Mittel bereitgestellt würden.

„Wir werden daher nicht müde, auf Bundes- und Landesebene unsere Positionen für die Fachärzte in die Honorarverhandlungen zwischen KBV und KVen einerseits als auch den gesetzlichen Krankenkassen andererseits zu verdeutlichen“, sagte Schroeder. So hätten sich der Spifa und seine Mitgliedsverbände dazu entschlossen, die Maßnahmen noch einmal deutlich auszuweiten und zu verlängern.

„Sollte es weiterhin seitens der Politik und der Krankenkassen kein Einsehen geben, werden Ärzte in Zukunft noch mehr gezwungen sein, an anderen Stellen Einsparungen vorzunehmen. Das geht in den meisten Praxen nur noch über Reduzierung von Fachpersonal“, erklärte Schroeder.

Dies gehe wiederum zulasten der Patienten, der Qualität der Behandlung und wirke sich mittelfristig auch auf Gesundheitssystem und den Arbeitsmarkt aus. © hil/aerzteblatt.de

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