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EU-Arzneimittel­behörde prüft Zulassung von Coronamedikament

Montag, 11. Oktober 2021

/dariaren, stock.adobe.com

Amsterdam – Die Europäische Arzneimittelagentur (EMA) prüft die Zulassung eines weiteren Corona­me­dikaments. Das Schweizer Pharmaunternehmen Roche habe einen Antrag auf Zulassung seiner Antikör­pertherapie Ronapreve gestellt, teilte die EMA in Amsterdam mit.

Mit dem aus 2 Wirkstoffen (Casirivimab und Imdevimab) bestehenden Mittel, das vom US-amerika­ni­schen Hersteller Regeneron Pharmaceuticals mitproduziert wurde, sollen Menschen ab 12 Jahre behan­delt werden, die mit dem Coronavirus infiziert sind und ein hohes Risiko für einen schweren Verlauf ha­ben.

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Zusätzlich kann das Mittel nach Angaben der Hersteller auch bei Menschen eingesetzt werden, die ein akutes Ansteckungsrisiko haben, etwa weil sie mit einem Infizierten in einem Haushalt leben.

Erst kürzlich hatte die Weltgesundheitsorganisation (WHO) den Cocktail aus Casirivimab und Imdevimab zur Vorbeugung einer schweren COVID-19-Erkrankung bei infizierten Risikopatienten empfohlen. In Deutschland wird diese Antikörperkombination bereits in speziellen Fällen für Coronapatienten ein­gesetzt.

Die Experten der Ema bewerten nun alle vorgelegten Daten und wägen Vorzüge und Nachteile des Präparates gegeneinander ab. Mit einem Ergebnis werde in 2 Monaten gerechnet. Die Experten hatten bereits Forschungsergebnisse des Herstellers geprüft, bevor dieser einen offiziellen Antrag gestellt hatte. Dadurch wird das Zulassungsverfahren verkürzt.

Bisher ist in der EU nur das Arzneimittel Remdesivir als spezielles Coronamedikament zugelassen. Zur Zeit laufen insgesamt Zulassungsverfahren für 5 Präparate. © dpa/aerzteblatt.de

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