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Ärzteschaft

Medizinstudium: Bayerische Landesärztekammer hält mehr Plätze für nötig

Dienstag, 12. Oktober 2021

/dpa

München – Die Bayerische Landesärztekammer befürchtet weiterhin einen Ärztemangel auch im Frei­staat. Deswegen müssten dringend zusätzliche Studienplätze für Medizin geschaffen werden, sagte Ärz­te­kammerpräsident Gerald Quitterer in München. Die Lage in Studium und Praxis wird eines der Themen beim Bayerischen Ärztetag sein, der von Freitag bis Sonntag im oberfränkischen Hof stattfindet.

Die Zahl der berufstätigen Ärzte im Freistaat ist zwar auch in den vergangenen zwölf Monaten gestiegen, auf den Rekordwert von 67.480. Doch der Anteil der Teilzeitbeschäftigten nehme weiter zu, sagte Quitte­rer. Gleichzeitig brauche die alternde Bevölkerung mehr Versorgung. Außerdem gingen in den nächsten Jahren auch in der Ärzteschaft viele der „Babyboom“-Generation in den Ruhestand.

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„Die Entwicklung ist beunruhigend“, warnte der Kammerpräsident. In Bayern habe sich die Zahl der Me­dizinstudienplätze zwar durch die Gründung einer Fakultät in Augsburg positiv entwickelt, sagte Quit­terer. Es sei aber wichtig, dass etwa in Niederbayern eine weitere Medizinfakultät geschaffen wird.

Kontroverse Debatten erwartet die Spitze der Ärztekammer über die Behandlungsmethoden der Homöo­pathie. Das Landes-Ärzteparlament wird entscheiden, ob Mediziner in Bayern weiterhin offiziell die Zu­satzbezeichnung „Homöopathie“ erwerben können.

Die Diskussion über die Homöopathie sei „vermintes Gelände“, sagte Kammervize Andreas Botzlar. Er und Präsident Quitterer würden die Diskussion deshalb in keine bestimmte Richtung lenken, kündigte er an.

In anderen Ärztekammern verliefen entsprechende Abstimmungen unterschiedlich. Neun Kammern ha­ben bei einer Aktualisierung ihrer Weiterbildungsordnungen die Zusatzbezeichnung „Homöopathie“ ge­strichen, vier haben sich für den Zusatz entschieden. Weitere vier Kammern haben noch keine Entschei­dung getroffen, darunter Bayern. © dpa/aerzteblatt.de

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