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Verdi und Vivantes verständigen sich auf Eckpunktepapier

Mittwoch, 13. Oktober 2021

Pflegekräfte von Vivantes und deren Töchterunternehmen stehen vor dem Roten Rathaus. Die Gewerkschaft Verdi hatte zu der Aktion aufgerufen. Auf Transparenten und in Wortbeträgen wurde ein Tarifvertrag für alle Pflegekräfte gefordert./dpa, Paul Zinken

Berlin – Durchbruch im Tarifstreit zwischen Verdi und dem landeseigenen Vivantes-Klinikum: Beide Sei­ten haben sich gestern auf Eckpunkte für einen Entlastungstarifvertrag der Pflegebeschäftigten geeinigt, wie die Klinik und die Gewerkschaft gestern mitteilten.

Der endgültige Tarifvertrag soll bis Ende November ausgearbeitet werden und zum 1. Januar in Kraft treten. Der Streik der Pflegebe­schäf­­tigten werde damit beendet, teilte Verdi mit.

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Der Streik bei den Tochter-Gesellschaften von Vivantes geht allerdings weiter. Hier kämpft die Gewerk­schaft für eine Angleichung der Tarife an den öffentlichen Dienst. Dazu sollen die Tarifverhandlungen morgen wieder aufgenommen werden. Vermitteln soll der frühere brandenburgische Ministerpräsident Matthias Platzeck (SPD).

Für heute Vormittag kündigte Verdi eine Kundgebung vor dem Roten Rathaus an, zu der die Gewerkschaft mehrere hundert Teilnehmerinnen und Teilnehmer erwartet. Dabei soll nach den Worten von Verdi-Fach­bereichsleiterin Gesundheit Meike Jäger an die Politik appelliert werden, sich für einen schnellen Tarifab­schluss einzusetzen. Die Demonstranten wollen anschließend bis zur Zionskirche in Prenzlauer Berg ziehen.

Zum Durchbruch im Tarifstreit sagte Verdi-Verhandlungsführerin Heike von Gradolewski-Ballin: „Mit der Einigung auf die Eckpunkte sind wir unserem Ziel, eine nachhaltige Entlastung der Vivantes-Beschäf­tig­ten zu schaffen, einen großen Schritt nähergekommen.“ Die Einigung werde dazu beitragen, die Gesund­heitsberufe attraktiver und die Versorgung der Patienten sicherer zu machen.

Unter anderem hätten sich beide Seiten auf konkrete Bestzungsregeln für bettenführende Stationen geeinigt. „Werden diese unterschritten, erhalten die Beschäftigten sogenannte Vivantes-Freizeitpunkte, die nach einem gestaffelten System in Freizeit oder Entgelt umgewandelt werden können“, teilte die Klinik mit. Zudem sähen die Eckpunkte eine bessere Förderung und Ausstattung von Auszubildenden vor.

Im Tarifstreit bei den landeseigenen Kliniken Vivantes und Charité hatte Verdi vor rund einem Monat zu unbefristeten Streiks aufgerufen. Vergangene Woche einigte sich die Gewerkschaft bereits mit der Cha­rité auf ein Eckpunktepapier und beendete dort den Arbeitskampf zunächst. © dpa/aerzteblatt.de

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