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Ärzteschaft

Intensivmediziner: Kaum geimpfte Coronapatienten ohne Vorerkrankung

Mittwoch, 13. Oktober 2021

/Valerii, stock.adobe.com

Berlin – Auf den Coronaintensivstationen in Deutschland gibt es nach Angaben von Medizinern fast kei­ne gegen COVID-19 geimpften Patienten ohne Vorerkrankung. Die allermeisten seien gar nicht oder nicht vollständig geimpft, sagte Gernot Marx, Präsident der Deutschen Interdisziplinären Vereinigung für In­tensiv- und Notfallmedizin (DIVI), dem Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND).

Die geimpfte Minderheit bestehe zu großen Teilen aus älteren Patienten, deren zweite Impfung schon weit zurückliege. „Diese Menschen leiden in aller Regel zudem unter schweren chronischen Krankheiten.“

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Nach Angaben des Bundesgesundheitsministeriums (BMG) war ungefähr jeder zehnte der Patienten, die im August und September wegen Corona auf Intensivstationen behandelt wurden, vollständig geimpft.

Das geht aus einer Ende September übermittelten Antwort des Ministeriums auf eine Anfrage der Lin­ken-Bundestagsabgeordneten Sahra Wagenknecht hervor, die gestern bekanntgeworden war.

Die Kapazitäten für freie Betten auf den Intensivstationen bezeichnete der DIVI-Präsident als aktuell als relativ stabil. „Im Moment sind wir in einer Plateauphase, wir stagnieren bei etwa 1.300 COVID-19-Inten­sivpatienten. Die Lage ist unter Kontrolle“, sagte Marx. „Wir sind inzwischen handlungsfähig und haben im Schnitt zwei freie Intensivbetten pro Standort.“

Von einer Entspannung könne aber keine Rede sein. Weiterhin sei COVID-19 für die Intensivmedizin eine große Belastung; die Lage auf den Intensivstationen werde inzwischen aber „nicht mehr immer und zu allererst von Corona bestimmt“, so Marx. „Wir sind in einer sehr offenen Situation, Prognosen für die kommenden Monate sind kaum möglich.“ © dpa/aerzteblatt.de

Kommentare

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Avatar #736261
Dr. Peter Pommer
am Donnerstag, 14. Oktober 2021, 14:30

Hilft gerade bei denen offenbar nicht, die bevorzugt geinmpft werden sollten

Eigentlich sollten ja Menschen mit Vorerkrankungen bevorzugt geimpft werden. Aber wenn man den Kollegen richtig versteht, scheint der Schutz gerade dieser sensiblen Patientengruppe recht unsicher zu sein. Komplikationen nach Impfung gibt es aber genau bei dieser Personengruppe nicht selten. Da wäre eine ehrliche und unvoreingenommene, nicht politisch motivierte Risikoabwägung nötig!
Avatar #836044
Christine Salzer
am Donnerstag, 14. Oktober 2021, 12:51

Chronologie

Angesichts der Interaktion wäre schon interessant, was bei den Geimpften zuerst auftrat: Vorerkrankung oder Impfung. Impfungen treten inzwischen ja einige auf, da der Alltag allmählich wieder erwartet wird. DPT wäre bei mir die Nächste nach der Grippe.
Avatar #892292
Dieter10
am Mittwoch, 13. Oktober 2021, 17:54

Alles richtig gemacht

Ich kann nur für mich sprechen
Alles richtig gemacht
Ich bin Prio 2 habe Vorerkrankungen und bin 61 Jahre alt
Erste Impfung am 13.3.2021 AstraZeneca
Zweite Impfung am 05.06.2021 AstraZeneca
Dritte Impfung schon Reserviert für den 07.12.2021 mRNA Impfstoff
Was wäre wenn ich das nicht gemacht hätte
Darüber denke ich lieber nicht nach
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