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Politik

Corona: Teils sehr hohe Inzidenzen bei Kindern und Jugendlichen

Freitag, 15. Oktober 2021

/Dan Race, stock.adobe.com

Berlin – Das Robert-Koch-Institut (RKI) registriert in einzelnen Regionen Deutschlands besonders viele Coronaansteckungen bei Kindern und Jugendlichen. In acht Landkreisen und einer kreisfreien Stadt liege die Sieben-Tage-Inzidenz derzeit bei den 10- bis 19-Jährigen bei mehr als 500, twitterte das RKI gestern Abend zu einer Auswer­tung im neuen Coronawochenbericht.

Nähere Angaben zu den Landkreisen und deren jeweiligen Zahlen wurden nicht gemacht, auf einer Karte waren Kreise aber entsprechend eingefärbt. Auch zu möglichen Hintergründen für die regional hohen Zahlen machte das RKI keine Angaben.

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Bundesweit sei die Sieben-Tage-Inzidenz vergangene Woche in den Altersgruppen unter 20 Jahren aller­dings im Vergleich zur Woche zuvor leicht gesunken, hieß es zusammenfassend. Die Werte bei Menschen über 20 hingegen stiegen leicht an.

Das RKI sprach zudem bundesweit von 636 übermittelten Schulausbrüchen für die vergangenen vier Wochen – wegen möglicher Nachmeldungen seien insbesondere die vergangenen zwei Wochen aber noch nicht zu bewerten.

Bereits seit einiger Zeit werden zahlreiche Coronainfektionen insbesondere bei Kindern ab dem Schul­alter und bei Jugendlichen festgestellt. An Kitas und Schulen wird regelmäßig auf das Virus getestet.

Die COVID-19-Impfstoffe sind bislang ab 12 Jahren zugelassen. Die Impfquote bei 12- bis 17-Jährigen ist noch wesentlich niedriger als bei Erwachsenen. Kinder und Jugendliche erkranken zwar deutlich selte­ner schwer an COVID-19 als ältere Menschen, es gibt aber noch offene Fragen rund um Langzeitfolgen.

Auf den Intensivstationen zeichne sich über die vergangenen Wochen ein Plateau bei den Fallzahlen von Patienten mit COVID-19 ab, schreibt das RKI weiter. Momentan werden dort knapp 1.400 daran erkrankte Erwachsene versorgt. Das DIVI-Intensivregister gibt den Anteil von minderjährigen Betroffenen mit 0,7 Prozent an (Stand 14. Oktober).

In den Gruppen ab 70 Jahren, für die die Ständige Impfkommission (STIKO) mittlerweile eine Auffrisch­ungs­impfung empfiehlt, fallen die Inzidenz-Anstiege laut Bericht größtenteils gering aus. Größer ist er vor allem bei den Hochaltrigen über 90 Jahre – der Wert stieg von 39 auf 48 von vorvergangener auf vergan­gene Woche.

Im höheren Alter falle die Immunantwort nach Impfungen insgesamt geringer aus und Impfdurchbrüche könnten häufiger auch zu einem schweren Verlauf führen, hieß es kürzlich in der STIKO-Begründung zu den Booster-Impfungen.

Insgesamt bewertet das RKI die Lage bei den Infektionszahlen derzeit als stagnierend. Die Entwicklun­gen in den einzelnen Bundesländern unterscheiden sich. Deutliche Anstiege verzeichneten im Vergleich der beiden vergangenen Wochen Sachsen, Thüringen, Sachsen-Anhalt, Brandenburg und das Saarland, heißt es im Wochenbericht. © dpa/aerzteblatt.de

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