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Medizin

CIMT-Behandlung in hoher Dosierung bei Zerebralparese wirksam

Samstag, 13. November 2021

/GAYSORN, stock.adobe.com

Blacksburg/Virginia – Das Handfunktionstraining CIMT, das ursprünglich zur Reha-Behandlung von Schlaganfallpatienten entwickelt wurde, hat sich in einer randomisierten Studie bei Kindern mit einer halbseitigen Zerebralparese als wirksam erwiesen. Die Ergebnisse wurden in Pediatrics (2021; DOI: 10.1542/peds.2020-033878) veröffentlicht.

Bei der „Constraint Induced Movement Therapy“ (CIMT) wird der nicht-paretische „starke“ Arm des Kindes mit Handschuh, Schiene oder Schlinge inaktiviert, damit das Kind gezwungen wird, die „schwache“ Seite zu trainieren. Ob die Behandlung ihren Zweck erreicht und die Beweglichkeit der „schwachen“ Hand dauerhaft verbessert, wurde in den letzten Jahren in einer randomisierten Studie an 3 Reha-Zentren in den USA untersucht.

Das „Children with Hemiparesis Arm-and-hand Movement Project“ (CHAMP) verteilte 118 Kinder im Alter von 2 bis 8 Jahren mit halbseitiger Zerebralparese auf 4 CIMT-Gruppen, die sich in der Dauer der Behandlung (30 oder 60 Stunden über 4 Wochen) und der Art der erzwungenen Immobilisierung der Hand (Gipsverband oder Schiene) unterschieden. Der Gipsverband wurde für eine Dauer von 21 Tagen angelegt. Die Schiene trugen die Kinder nur während der Reha-Behandlung. Eine 5. Gruppe erhielt eine normale Reha ohne CIMT.

Endpunkt der Studie und Ziel der Behandlung war eine Verbesserung der motorischen Fähigkeiten, die mit verschiedenen Tests („Peabody Motor Development Scales“, „Visual Motor Integration“ und „Quality of Upper Extremity Skills Test Dissociated Movement“) beurteilt wurden.

Wie Sharon Landesman Ramey vom Fralin Biomedical Research Institute in Blacksburg/Virginia und Mitarbeiter berichten, erzielten die Kinder unter der höheren Dosis der CIMT die besten Ergebnisse und zwar unabhängig von der Art der erzwungenen Immobilisierung. Die Studie stellt damit die Notwendig­keit eines Gipsverbandes infrage, an dem sich häufig die Eltern stören.

Die Ergebnisse waren in allen 3 Tests signifikant besser als in der Kontrollgruppe. Die Kinder konnten ihre Fähigkeiten beim Greifen, Bewegen und Manipulieren von Objekten steigern, und auch die Selbständigkeit im Alltag verbesserte sich.

Unter der niedrigen Dosierung wurde dagegen nur eine tendenziell bessere Wirkung erzielt. Ramey führt dies auf die erhöhte „Dosis“ der konventionellen Therapie zurück, die ebenfalls nicht wirkungslos geblieben sei. © rme/aerzteblatt.de

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