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Ärzteschaft

Mehr Meldungen zu gefälschten Impfpässen in Thüringen

Freitag, 15. Oktober 2021

/picture alliance, Stefan Puchner

Erfurt – In Thüringen sind offenbar immer mehr gefälschte Impfpässe im Umlauf. Entsprechende Hin­weise hätten sich zuletzt gemehrt, teilten die Kassenärztliche Vereinigung Thüringen (KVT) und das Ge­sund­heitsministerium heute mit. Vor allem die Zahl der Meldungen von Verdachtsfällen durch Apotheken sei zuletzt rapide gestiegen.

Eine genaue Zahl konnte eine Sprecherin auf Anfrage nicht nennen, sie bewege sich aber auf jeden Fall im zweistelligen Bereich. Erste rechtliche Schritte seien bereits eingeleitet worden. „Die kriminelle Ener­gie, die hinter den Fälschungen steht, ist erschreckend. Wir werden alle Fälle, die uns bekannt werden, zur Strafanzeige bringen“, sagte KVT-Vorsitzende Annette Rommel.

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Die Kenntnisse zu Fälschungen im Impfpass und von Impfstempeln hätten zuletzt ein besorgniserregen­des Level erreicht, hieß es weiter. Die KVT wies darauf hin, dass sämtliche Stempel für Impfstellen und Impfzentren im Freistaat ausschließlich von ihr in Auftrag gegeben werden.

„Dieses Verhalten ist absolut verantwortungslos und bringt andere in Gefahr“, erklärte auch Gesund­heits­ministerin Heike Werner (Linke). Urkundenfälschung sei kein Kavaliersdelikt, merkte sie an. Der Straf­­tat­bestand kann in schweren Fällen mit einer Freiheitsstrafe von bis zu zehn Jahren geahndet werden. © dpa/aerzteblatt.de

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