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Medizintechnik­konzern Philips senkt Prognose

Montag, 18. Oktober 2021

/dpa

Amsterdam – Probleme in der Lieferkette und die Folgen eines Produktrückrufs machen dem Medizin­technikkonzern Philips schwer zu schaffen. Im dritten Quartal gingen Umsatz und der operative Gewinn deutlich zurück, wie das Unternehmen heute mitteilte.

Zudem senkte der Konzern seine Erwartungen für dieses Jahr. So rechnet der Konkurrent von Siemens Healthineers beim Umsatzplus ohne die Effekte von Übernahmen oder Wechselkursveränderungen nur noch mit einem Anstieg im niedrigen einstelligen Prozentbereich.

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Im dritten Quartal sank der Umsatz laut Mitteilung auf vergleichbarer Basis um 7,6 Prozent auf 4,2 Milli­ar­den Euro. Der operative Gewinn fiel um ein Viertel auf 512 Millionen Euro. Damit enttäuschte das Un­ternehmen die Erwartungen der Experten.

Vor allem das Segment Connected Care blieb deutlich hinter den Erwartungen zurück. Verglichen mit dem Vorjahreszeitraum brach der Umsatz dort um Sondereinflüsse und Wechselkurseffekte bereinigt um fast 40 Prozent ein.

Das Management erklärte den rapiden Rückgang mit der hohen Coronanachfrage im Vorjahresquartal. Weil in der Pandemie die Produkte deutlich mehr benötigt wurden und mittlerweile weniger, sei die Zahl etwa für Krankenhausgeräte zur Patientenüberwachung zurückgegangen.

Zudem belastete ein Rückruf bestimmter Beatmungsgeräte den Konzern. Philips hatte auf mögliche Ge­sundheitsrisiken in Zusammenhang mit akustischem Dämmschaum in einigen seiner Geräte hingewie­sen. Rund 3,5 Millionen Geräte sollen betroffen sein.

Konzernchef Frans van Houten sagte, dass in den Rückstellungen in Höhe von rund 500 Millionen Euro noch nicht mögliche Kosten für Rechtsstreitigkeiten eingerechnet seien.

Besser stand es dagegen um die größte Sparte Diagnose und Behandlungen, die auf vergleichbarer Basis um zehn Prozent zulegte. Dabei profitierte der Konzern unter anderem von einer starken Nachfrage bei bildbegleitenden Therapien, bei der ein zweistelliges Plus verzeichnet wurde. Die Diagnostik mit Ultra­schall sei im hohen einstelligen Bereich gewachsen, hieß es. © dpa/aerzteblatt.de

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