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Politik

Corona: Bund betont Engagement bei weltweiter Versorgung mit Impfstoff

Montag, 18. Oktober 2021

/picture alliance, NurPhoto, STR

Berlin – Die Bundesregierung hat die Rolle Deutschlands bei der Bereitstellung und weltweiten Vertei­lung von Coronaimpfstoffen betont. „Eine gerechte und effiziente weltweite Verteilung von COVID-19-Impfstoffen ist für die Bundesregierung ein zentrales Thema“, heißt es in der Antwort auf eine Kleine Anfrage der FDP.

Deutschland unterstützte daher als zurzeit zweitgrößter Geber den „Access to COVID-19 Tools Accelera­tor“ (ACT-A) – und zwar mit 2,2 Milliarden Euro. Über die im ACT-A verankerte globale Impfstoffplatt­form „COVID-19 Vaccines Global Access“ (COVAX) sollen bis Februar 2022 genügend Impfstoffe bereit­gestellt werden, damit 30 Prozent der Bevölkerung in den 92 ärmsten Ländern vollständig geimpft werden können.

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Neben der Finanzierung des ACT-A gebe Deutschland seit August 2021 COVID-19-Impfstoffdosen aus eigenen Lieferverträgen weiter. „Insgesamt wird Deutschland ärmeren Ländern mindestens 100 Millio­nen Impfstoffdosen, größtenteils über COVAX, zur Verfügung stellen“, heißt es in der Antwort.

Außerdem unterstütze Deutschland den Aufbau einer Impfstoffproduktion auf dem afrikanischen Konti­nent, etwa in Südafrika, Senegal und Ghana, und stelle dafür im Jahr 2021 rund 500 Millionen Euro aus Haushaltsmitteln, Mitteln der KfW-Entwicklungsbank und der Unternehmensförderung der Deutschen Investitions- und Entwicklungsgesellschaft bereit.

„Die COVID-19-Pandemie kann nur global und multilateral bekämpft werden. Dies bedeutet, dass der gesamten Weltbevölkerung der Zugang zu COVID-19-Impfstoffen ermöglicht werden muss“, betont die Bundesregierung in ihrer Antwort.

Der Impffortschritt beziehungsweise die Impfquote sei auch für die Einstufung von Hochrisiko- bezieh­ungsweise Virusvariantengebieten von Bedeutung und würden auch bei der Priorisierung von Impfstoff­abgaben berücksichtigt. Wichtig sei aber auch, die Länder bei anderen Aufgaben in Bezug auf die Coronapandemie zu unterstüt­zen.

„Beispielsweise ist die Delta-Variante die vorherrschende Variante in Südafrika. Um die weitere Aus­brei­tung zu stoppen, unterstützt die Bundesregierung bereits jetzt die aktuelle Impfkampagne Südafri­kas durch Stärkung des Kühlkettenmanagements, Aufklärungskampagnen über den Nutzen der Impfung und durch Digitalisierung der Kampagne“, so die Autoren der Antwort. © hil/aerzteblatt.de

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