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Ärzteschaft

Weltärztebund setzt sich für Ärzte in Nicaragua ein

Montag, 18. Oktober 2021

Berlin – Der Weltärztebund (World Medical Association, WMA) hat auf seiner Generalversammlung auf die Unterdrückung von Ärzten in Nicaragua aufmerksam gemacht. In einer Resolution forderte der WMA das Ende jeglicher gesetzlichen Regelungen, die die berufliche Unabhängigkeit von Ärzten bedrohen.

Hintergrund ist nach Angaben des WMA, dass Ärztinnen und Ärzten in Nicaragua eine Gefährdung des öffentlichen Friedens ange­lastet wird, wenn sie sich für Schutzmaßnahmen wie das Tragen von Schutz­masken und Handschuhen oder für Impfungen gegen das Coronavirus einsetzten. Die Folgen könnten Entlassung, Lizenzentzug oder Gefängnisstrafen sein, hieß es.

In einer weiteren Resolution forderte der Weltärztebund, Verfügbarkeit, Qualität und Sicherheit von Me­dikamenten weltweit zu gewährleisten. Insbesondere die COVID-19-Pandemie habe auf diesen Gebieten zahlreiche Probleme offengelegt, schreibt der WMA.

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Außerdem wurde eine Resolution zu internationalen Handelsabkommen um die Möglichkeit einer tem­porären Patentfreigabe von Medikamenten in globalen Notsituationen erweitert.

In der „Stellungnahme zur medizinischen Gesundheitsversorgung von Migrantinnen und Migranten“ un­terstrich der WMA das Recht auf eine individuelle Gesundheitsversorgung allein auf Grundlage der medi­zinischen Erfordernisse.

Auf der Generalversammlung trat Heidi Stensmyren ihre Präsidentschaft für die Legislatur 2021/2022 an. Die aus Norwegen stammende Anästhesistin und Intensivmedizinerin, die ihre ärztliche Ausbildung an der Julius-Maximilians-Universität in Würzburg absolvierte, ist Präsidentin des schwedischen Ärztever­ban­des.

Stensmyren kündigte an, in ihrer Präsidentschaft den Schwerpunkt auf den Kampf gegen falsche Infor­ma­tionen und für das Impfen zu legen. Die nächste Generalversammlung des Weltärztebundes findet im Jahr 2022 in Berlin statt. © EB/aerzteblatt.de

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