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Ausland

Warnung vor Wassernotstand in Nordsyrien und im Irak

Dienstag, 19. Oktober 2021

/bilalizaddin, stock.adobe.com

Berlin – Die Kinderrechtsorganisation Save the Children hat vor einem Wassernotstand in Nordsyrien und im Irak gewarnt. Familien litten in der Region bereits verstärkt unter den Auswirkungen des Klima­wandels, teilte die Organisation heute mit Blick auf die bevorstehende UN-Klimakonferenz COP26 mit.

Rekordtemperaturen, eine anhaltende Dürre, Niedrigwasser und eine zerstörte Wasserinfrastruktur im Irak und im Nordosten Syriens gefährdeten das Leben von Kindern. Ernte- und Einkommensausfälle so­wie Trinkwassermangel führten zu Krankheiten, Unterernährung und Hunger, warnte Save the Children.

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Millionen von Menschen seien in der Region bereits von den schwer­wiegenden Folgen des Wassernot­stands betroffen. Die Organisation forderte daher eine Aufstockung humanitärer Hilfsprogramme und eine Priorisierung der Wasserversorgung bei der Bekämpfung der Klimakrise.

„Wasser ist lebenswichtig, doch für Millionen von Menschen im Nordosten Syriens ist es ein Luxusgut geworden“, erklärte Sonia Khush, Regionaldirektorin für Syrien von Save the Children. „Wir brauchen dringend mehr Mittel für humanitäre Hilfsprogramme, um auf diesen Notstand reagieren zu können, um Wasser, sanitäre Einrichtungen und Hygiene sicherzustellen und dafür zu sorgen, dass Kinder in den kommenden Monaten genug zu essen haben.“

Die Wasserkrise im Irak zeige, „dass die Klimakrise für allzu viele Kinder auf der Welt bereits Realität ist“, erklärte Ishtiaq Mannan, Landesdirektor von Save the Children im Irak. „Die Auswirkungen sind vielfältig und reichen von Hunger über Vertreibung bis hin zur Beeinträchtigung ihrer Gesundheit.“

Nach Angaben der Kinderrechtsorganisation ist der Wasserstand des Euphrats, auf den die Menschen in Syrien und im Irak angewiesen sind, in letzter Zeit äußerst niedrig. Auch die für die Versorgung der Iraker lebenswichtigen Flüsse Tigris und Diyala führen aufgrund der Gluthitze und der geringen Niederschläge der vergangenen Jahre weniger Wasser. © afp/aerzteblatt.de

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