NewsPolitikAppelle zur Einhaltung von Coronaschutz­maßnahmen an Halloween
Als E-Mail versenden...
Auf facebook teilen...
Twittern...
Drucken...

Politik

Appelle zur Einhaltung von Coronaschutz­maßnahmen an Halloween

Mittwoch, 20. Oktober 2021

/picture alliance, Peter Steffen

Potsdam/Berlin – Zur Einhaltung von grundlegenden Infektionsschutzmaßnahmen im Zusammenhang mit Halloween und der Coronapandemie appellierten die Sozial- und Gesundheitsministerien mehrerer Bundesländer.

In Berlin verwies die Senatsverwaltung auf die geltende Infektionsschutzverordnung. Demnach sei auch bei den bei Kindern beliebten Klingeltouren zu Halloween am 31. Oktober der Mindestabstand von 1,5 Metern zu anderen einzuhalten, ebenso wie Händehygieneregeln sowie die Husten- und Niesetikette. Auch eine Maske solle wo nötig getragen werden.

Anzeige

Der amerikanische Brauch des Um-die-Häuser-Ziehens ist seit Jahren auch in Deutschland weit verbrei­tet. Im vergangenen Jahr war vom Berufsverband der Kinder- und Jugendärzte (BVKJ) wegen der Corona-Pandemie die Empfehlung gekommen, ihn ausfallen zu lassen. Auch die damalige Bundesfamilienminis­te­rin Franziska Giffey (SPD) war dafür, die zur Tradition gewordenen Touren ausfallen zu lassen.

Brandenburgs Gesundheitsministerin Ursula Nonnemacher (Grüne) appellierte heute an die zu Hallo­we­en von Tür zu Tür ziehenden Kinder, Rücksicht zu nehmen, Abstände einzuhalten und wenn nötig Maske zu tragen. „Vielleicht passt die ja sogar zur Verkleidung“, sagte die Ministerin auf Nachfrage. Kinder mit Erkältungssymptomen sollten jedoch darauf verzichten, von Tür zu Tür zu ziehen.

„Wer lieber keinen Kontakt möchte, kann verpackte Süßigkeiten vor die Tür stellen. Das sollte respektiert werden, schließlich handelt es sich um spontane Besuche, denen viele Menschen noch zurückhaltend gegenüberstehen“, sagte Nonnemacher weiter.

Auch das Sozialministerium in Sachsen-Anhalt empfiehlt Kindern bei den Halloweentouren das Tragen eines Mund-Nase-Schutzes. Das sei zwar nicht vorgeschrieben, könne an den Haustüren aber Tröpfchen­infektionen vermeiden, teilte das Ministerium auf Anfrage mit.

Generell sei gerade bei unter zwölfjährigen Kindern auf die Einhaltung der Abstands- und Hygieneregeln zu achten, da sie noch nicht geimpft werden können. Im vergangenen Jahr sprach sich etwa Minister­prä­si­dent Reiner Haseloff (CDU) dafür aus, Feierlichkeiten abzusagen – im Sinne der Kinder und derjenigen, bei denen sie klingeln.

Kindern solle zwar so viel Normalität wie möglich geboten werden, jedoch sei die Pandemie noch nicht vorbei, betonte das Thüringer Gesundheitsministerium. Eltern sollten sich deshalb die Infektionslage genau anschauen und verantwortungsbewusst damit umgehen.

Es werde insbesondere für Kinder empfohlen, die sich noch nicht impfen lassen können, weiterhin die Abstands- und Hygieneregeln zu berücksichtigen. Der beste Schutz für Kinder sei jedoch, wenn die Erwachsenen um sie herum vollständig geimpft sind. © dpa/aerzteblatt.de

Kommentare

Die Kommentarfunktion steht zur Zeit nicht zur Verfügung.
LNS
LNS LNS

Fachgebiet

Stellenangebote

    Weitere...

    Aktuelle Kommentare

    Archiv

    NEWSLETTER