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Ärzteschaft

Fachgesellschaft empfiehlt persönlichen Vorsorgeplan gegen Osteoporose

Dienstag, 19. Oktober 2021

/crevis, stock.adobe.com

Berlin – In Deutschland leiden mehr als sieben Millionen Menschen unter Osteoporose. Die Deutsche Gesellschaft für Orthopädie und Unfallchirurgie (DGOU) empfiehlt anlässlich des morgigen Weltosteopo­rosetags einen persönlichen Vorsorgeplan für alle älteren Menschen. Er umfasst vier Punkte.

„Akti­vi­tät und Bewegung“ sowie „gesunde Ernährung“ sind die ersten beiden: „Um dem allmählichen Kno­chenabbau entgegenzuwirken, sind unabhängig vom Alter viel Bewegung und eine gesunde Ernährung wichtig“, betonte Dieter Wirtz, DGOU-Präsident und Direktor der Klinik und Poliklinik für Orthopädie und Unfallchirurgie am Universitätsklinikum Bonn. Gerade Milchprodukte seien günstig, aber auch Gemüse, Hülsenfrüchte und Nüsse seien besonders kalziumhaltig, hieß es aus der Fachgesellschaft.

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Die DGOU empfiehlt drittens bei Frauen ab 70 Jahren und bei Männern ab 80 Jahren generell eine Kno­chendichteuntersuchung. Bei Erkrankungen wie Rheuma, Diabetes und Herzinsuffizienz sei eine Unter­suchung schon ab 60 Jahren sinnvoll.

Außerdem sollten ältere Menschen ihr Zuhause auf gefährliche Stolperfallen wie Kabel, Teppichkanten oder Türschwellen untersuchen. „Auch handwerkliche Aktivitäten oder einfache Haushaltstätigkeiten führen regelmäßig zu Knochenbrüchen. Hier sollten ältere Menschen auf Hilfe zurückgreifen, wenn sie sich nicht mehr sicher fühlen“, empfiehlt die Fachgesellschaft.

„Man kann Osteoporose heute sehr gut behandeln und die Knochendichte wieder erhöhen“, sagte Ulrich Christoph Liener, stellvertretender Leiter der Sektion Alterstraumatologie der Deutschen Gesellschaft für Unfallchirurgie (DGU) und Ärztlicher Direktor der Klinik für Orthopädie und Unfallchirurgie am Marien­hospital Stuttgart.

Dadurch könnten Brüche wirkungsvoll vermieden werden. Spätestens nach dem ersten Bruch sollte mit einer Behandlung begonnen werden, um weitere schwerwiegende Brüche, wie zum Beispiel an der Hüfte, zu vermeiden, erklärte er. © hil/aerzteblatt.de

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