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Laborärzte sehen Probleme bei der Infektionsdiagnostik

Dienstag, 19. Oktober 2021

/nito, stock.adobe.com

Berlin – Die Infektionsdiagnostik wird derzeit durch fehlende Abrechnungsmöglichkeit für die Multiplex-PCR in der gesetzlichen Krankenversiche­rung (GKV) behindert. Das hat der Berufsverband Deutscher Laborärzte (BDL) bemängelt.

Die fehlenden Abrechnungsmöglichkeiten führten dazu, dass die Unterscheidung von Corona- und RSV-Infektionen (RSV: Humanes Respiratorisches Synzytial-Virus) verzögert und die Verbreitung respiratori­scher Keime begünstigt würden, schreibt der BDL heute. Schwere Krankheitsbilder seien derzeit stark mit RSV assoziiert.

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Demgegenüber zeigten sich bei geimpften Menschen, die (nur) auf das Coronavirus – schwach positiv – getestet würden, fast keine Krankheitszeichen. In den betroffenen Familien seien auch die Krankheits­symptome der Kinder – trotz hoher Viruslasten – nur schwach ausgeprägt.

Der Vorsitzende des BDL, Andreas Bobrowski, spricht sich zudem dafür aus, dass Antigenschnelltests auf SARS-CoV-2 nur noch für Ad-hoc-Entscheidungen im Infektionsschutz eingesetzt werden sollten, etwa in Krankenhäusern oder Alten- und Pflegeheimen.

Wenn man die verlässlichen PCR-Tests wieder zur Standardversorgung in der Coronainfektionsdiagnostik mache, könne man die mögliche Rücknahme der Maßnahmen auf einer besseren Datengrundlage bewer­ten, sagte er. „Aber weil in Deutschland immer noch überwiegend Schnelltests über Schutzmaß­nahmen entscheiden, wissen wir derzeit nicht, was und wieviel unter dem Radar geschieht.“ © EB/aerzteblatt.de

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