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Zentrum für translationale Wirkstoffforschung im Saarland gegründet

Freitag, 22. Oktober 2021

/cassis, stock.adobe.com

Saarbrücken – Ein neues „Zentrum für translationale Wirkstoffforschung“ haben das Helmholtz-Institut für Pharmazeutische Forschung Saarland (HIPS) und die Universität des Saarlandes gegründet.

Wissenschaftler beider Institutionen sollen sich darin mit dem Universitätsklinikum in Homburg sowie der pharmazeutischen Industrie eng vernetzen. Ziel ist es, neue Wirkstoffe schneller als bislang bis zur Marktreife zu entwickeln.

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„Der Ausbau des HIPS und die enge Zusammenarbeit mit der Universität stellen die Weichen für Wirk­stoffforschung im Saarland auf Spitzenniveau“, sagte Tobias Hans (CDU), Ministerpräsident des Saarlan­des. Neben exzellenter Forschung sehe er speziell durch die anwendungsorientierte translationale Wirkstoffforschung auch großes Entwicklungspotenzial für die saarländische Wirtschaft.

„Durch ein gezieltes kooperatives Arbeitsprogramm mit unseren Partnern der Universität des Saarlandes können wir die unterschiedlichen Disziplinen näher zusammenbringen. So kommen wir einer zielgerich­teten Wirkstoffforschung einen großen Schritt näher“, sagte der geschäftsführende Direktor des HIPS, Rolf Müller.

Vonseiten der Universität des Saarlandes kommen die Wissenschaftler vor allem aus der Medizin, Informatik, Bioinformatik und Chemie. Gemeinsam mit dem HIPS sollen sie sich auf die verschiedenen Teilbereiche der Wirkstoffentwicklung konzentrieren.

Dabei gilt es, neue Wirkstoffe zu identifizieren, diese systematisch zu analysieren und die Wirksubstanzen auf chemische und biotechnologische Weise zu verbessern. Zudem geht es um die Frage, wie Wirkstoffe zu ihrem Wirkort im Körper transportiert werden können.

Ein weiterer Schwerpunkt sollen sogenannte bioinformatische Methoden sein. Dabei werden große Da­tenmengen analysiert, wie sie etwa bei der Genomsequenzierung von mikrobiellen Wirkstoffproduzenten entstehen.

Außerdem soll die Mikrobiomforschung ein Arbeitsschwerpunkt des Zentrums werden – in entsprechen­den Forschungsprojekten soll es darum gehen, wie körpereigene Bakterien für die Wirkstoffentwicklung nutzbar gemacht werden können. © hil/aerzteblatt.de

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