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Politik

Beitragsbemessungs­grenzen: Nur geringe Veränderungen vorgesehen

Mittwoch, 20. Oktober 2021

/picture alliance, Bildagentur-online, Ohde

Berlin – Auf Bezieher mittlerer und höherer Einkommen kommen im nächsten Jahr nur geringfügige bis keine Ver­änderungen bei den Beitragsbemessungsgrenzen zu. Unverändert bei 58.050 Euro oder monat­lich 4.837,50 Euro bleibt die bundesweit einheitliche Beitrags­be­mes­sungsgrenze in der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV).

Auch die bundeseinheitliche Versiche­rungs­pflicht­­­grenze in der GKV (Jahresarbeitsentgeltgrenze) bleibt unver­ändert bei 64.350 Euro. Wer mit seinem Einkommen über dieser Grenze liegt, kann sich bei einer privaten Krankenver­sicherung (PKV) versichern.

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In der gesetzlichen Rentenversicherung sinkt die Grenze im Westen um 50 auf 7.050 Euro, wie das Bun­desarbeitsministerium (BMAS) heute mitteilte. Die Beitragsbemessungsgrenze Ost steigt dagegen um 50 auf 6.750 Euro im Monat.

Die Rechengrößen in den neuen Ländern steigen aufgrund der gesetzlich festgelegten Rentenan­glei­chung Ost. Sozialbeiträge werden nur auf Einkommen bis zur Höhe der Beitragsbemessungsgrenze erhoben, darüber liegende Einkünfte sind also beitragsfrei.

Die Rechengrößen werden alljährlich an die Lohnentwicklung des zurückliegenden Jahres angepasst – nach einer feststehenden Formel. Die den Sozialversicherungsrechengrößen 2022 zugrunde liegende Lohnentwicklung im Jahr 2020 betrug im Bundesgebiet minus 0,15 Prozent.

Das Kabinett beschloss heute die entsprechende Verordnung zu den Rechengrößen 2022. Nach der Bundestagswahl und dem erwarteten Ende der Großen Koalition bleibt die bisherige Bundesregierung im Amt, bis eine neue gebildet ist – und kann auch Beschlüsse fassen. Die jetzt beschlossene Verord­nung bedarf noch der Zustimmung des Bundesrats, der Bundestag befasst sich damit nicht. © afp/aerzteblatt.de

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