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Ärzteschaft

John Afful zum neuen Vorsitzenden der KV Hamburg gewählt

Donnerstag, 21. Oktober 2021

John Afful (links) folgt im kommenden Jahr als KV-Chef in Hamburg auf Walter Plassmann. /KVH, marco grundt fotografie

Hamburg – John Afful (55) wird neuer hauptamtlicher Vorstandsvorsitzender der Kassenärztlichen Ver­einigung Hamburg (KVH). Das hat die Vertreterversammlung der KV Hamburg gestern beschlossen.

Der Diplom-Volkswirt Afful soll damit im kommenden Jahr auf den Juristen Walter Plassmann (66) folgen, der Ende März nächsten Jahres in den Ruhestand gehen wird. Afful leitet derzeit den Geschäftsbereich „Operatives Geschäft“ der KVH. Er soll das Amt zum 1. April 2022 übernehmen. Stellvertretende Vor­stands­vorsitzende bleibt die Bankerin Caroline Roos (49).

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Afful betonte nach seiner Wahl, die KV Hamburg stehe seit mehr als 100 Jahren für eine hochwertige am­bulante Versorgung der Bevölkerung. In dieser Zeit hätten die Vertragsärzte und Vertragspsychothera­peu­ten immer wieder bewiesen, dass sie „hervorragende Versorgungslösungen anbieten können, wenn sie den Spielraum bei der Organisation dieses Angebots engagiert und patientenorientiert ausschöpfen“.

Dies werde auch künftig nötig sein, sagte Afful. Ob übergreifende Themen wie der demographische Wandel, die Digitalisierung des Gesundheitswesens oder Hamburg-eigene Projekte wie der weitere Ausbau des ambulanten Notdienstes – stets werde die enge Rückkopplung mit den Vertragsärzten und Vertragspsychotherapeuten eine zentrale Bedingung für die erfolgreiche Bewältigung dieser Heraus­forde­rungen sein.

„Da die Praxen unserer Mitglieder das Rückgrat unseres Gesundheitssystems bilden, ist es die Aufgabe des KVH-Vorstands, das Prinzip der Selbstverwaltung weiter zu stärken und unablässig für Freiberuflich­keit im ambulanten System einzutreten“, so Afful. Dies schließe auch die Gewinnung des ärztlichen Nachwuchses für die Niederlassung in eigener selbständiger Praxis ein.

Caroline Roos kündigte an, den gesundheitspolitischen Weg der aktiven Versorgungsgestaltung fortzu­setzen, der in den vergangenen Jahren unter Führung Walter Plassmanns „so erfolgreich“ begonnen habe.

„Die besondere gesellschaftliche Relevanz des KV-Systems ist gerade in der Pandemie deutlich gewor­den. Die Vertragsärzte und Vertragspsychotherapeuten haben gezeigt – in ihren Praxen, im Notdienst, beim Testen und beim Impfen –, dass sie auch wirklich große Herausforderungen bravourös meistern“, erklärte Roos. Darauf gelte es in den kommenden Jahren aufzubauen.

Zentrale Aufgaben sieht sie in einer vernünftigen, praxisorientierten Digitalisierung, der intersektoralen Gestaltung der Versorgung in der Zusammenarbeit von ambulantem und stationärem Bereich sowie im Ausbau der Services für die Hamburger Bevölkerung im Bereitschaftsdienst und im Terminservice.

„Ein weiteres wichtiges Anliegen ist uns, einer übermäßigen staatlichen Reglementierung sowie der zu­nehmenden Ökonomisierung des Gesundheitswesens deutlich entgegenzutreten; dafür müssen wir als KV auch selbst in der Lage sein, Versorgung als Träger von Praxen anzubieten.“

Der derzeit amtierende Vorstandsvorsitzende der KV Hamburg Walter Plassmann hatte auf der Sitzung der Vertreterversammlung vom 20. Mai dieses Jahres überraschend angekündigt, sein Amt demnächst, vor Ablauf der Amtsperiode, aufgeben zu wollen. Als Grund gab er an, dass mit dem zu erwartenden Ende der Pandemie für die KV Hamburg eine neue Zeit anbreche, deren Gestaltung er gern in die Hände der nächsten Generation lege. Plassmanns Amtszeit endet am 31. März 2022. © may/EB/aerzteblatt.de

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