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Ausland

Europäisches Parlament lehnt Haushaltsentwurf der EU-Finanzminister ab

Donnerstag, 21. Oktober 2021

/picture alliance, Zoonar, Roman Ivashchenko

Straßburg – Das Europäische Parlament hat den von den EU-Finanzministern vorgeschlagenen Gemein­schafts­haushalt für 2022 abgelehnt.

Eine deutliche Mehrheit der Abgeordneten forderte heute in Straßburg zusätzliche Mittel vor allem für die Gesundheitsforschung, das Förderprogramm für Energie-, Verkehrs- und digitale Netze (Connecting Europe) sowie den Klimaschutz.

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Nach Auffassung des EU-Parlaments sind dies Bereiche, die zur Bewältigung der Folgen der Coronapan­demie beitragen. Auch in die Sicherheit und Verteidigung wollen die Europaabgeordneten mehr Geld flie­ßen lassen. Für das Studierendenaustauschprogramm Erasmus plus fordert das EU-Parlament eben­falls höhere Mittel.

Die EU-Volksvertretung fordert für das kommende Jahr gemeinsame Haushaltsmittel in Höhe von rund 171,8 Milliarden Euro. Einem Großteil der vom Rat der EU-Staaten vorgenommenen Kürzungen in Höhe von rund 1,43 Milliarden Euro stimmten die Abgeordneten nicht zu.

Mit dem Votum erteilte das Plenum seinen Verhandlungsführern nun ein Mandat für die Gespräche mit dem Rat der EU-Staaten. Dafür sind drei Wochen veranschlagt. Definitiv will das Parlament den Haushalt für das Jahr 2022 voraussichtlich im November verabschieden.

Das Europaparlament und die Mitgliedstaaten entscheiden über den EU-Haushalt gemeinsam. Sie müssen sich daher auf einen Kompromiss einigen. Gelingt dies nicht bis Jahresende, muss die EU mit der Zwölftel-Regelung auskommen. Das heißt, sie erhält jeden Monat ein Zwölftel des Vorjahres­haus­halts. © afp/aerzteblatt.de

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