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Ärzteschaft

Ärztekammer beklagt „neue Qualität von Hass“ wegen Coronaimpfungen

Freitag, 22. Oktober 2021

/studio v-zwoelf, stock.adobe.com

Berlin – Gegen COVID-19 impfende Mediziner werden in der Coronapandemie laut der Berliner Ärzte­kammer (ÄKB) zunehmend massiv angefeindet und mit Gewalt bis hin zum Mord bedroht. „Auch Angriffe auf impfende Gesundheitsfachkräfte gehören in immer mehr ärztlichen Praxen zum Alltag“, teilte die Berufsvertretung gestern mit.

Ärztakammerpräsident Peter Bobbert sprach von einer „neuen Qualität von Hass, die zunehmend orga­nisiert und konzertiert scheint“. Als mögliche Quelle der Aggressionen wurden Falschmeldungen in so­zialen Medien genannt.

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Ein Sprecher der Kammer sagte, dass es keine Dokumentation mit Zahlen zu solchen Vor­fällen in Berlin gebe. Er berichtete aber zum Beispiel von einem „heftigen Fall“ von September, in dem eine Praxis nach anonymen Drohungen mehrere Tage geschlossen geblieben sei. Die Ermittlungs­behörden seien infor­miert worden.

Insgesamt beobachte man, dass der Ton rauer werde, auch wenn es um Coronaregeln wie das Tragen von Masken gehe. Menschen reagierten zunehmend mit „Aggressionen und Tätlichkeiten“.

Vorige Woche hatte eine Umfrage der Fachzeitschrift Nature gezeigt, dass sich auch international viele Fachleute, die zur Coronapandemie in Medien aufgetreten sind, mit Anfeindungen bis hin zu Mord­drohungen konfrontiert sehen. © dpa/aerzteblatt.de

Kommentare

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Avatar #880390
Mammalina
am Montag, 25. Oktober 2021, 11:31

Polizeiliche Ermittlungen

Es ist schlimm, dass es in Deutschland zu solchen Zuständen gekommen ist. Wird denn auch gg. solche Ärzte ermittelt - ggf. auch durch die Ärztekammer - die ihrer Pflicht zur Behandlung von Patienten nicht nachkommen? Wenn Ärzte Patienten abweisen, nur weil sie nicht geimpft sind, ist das nicht hinnehmbar. Genauso ist nicht hinnehmbar, dass der Präsident der Ärztekammer in Sachsen Bodendieck Ungeimpften damit droht, dass sie bei einer Covid-19-Infektion in der Klinik nicht behandelt würden: "Wenn kein Bett da ist, ist kein Bett da. " (Wer nicht zum Impfen geht, müsse die Folgen tragen. ) Diese Aussage müsste ja für alle gelten, und in diesem Fall muss ein Bett in einer anderen Klinik gefunden werden. JEDER Patient hat das Recht auf Behandlung, er zahlt schließlich Beiträge bei seiner Krankenversicherung, und der hippokratische Eid bzw. das modernisierte ärztliche Gelöbnis gilt für jeden Arzt. Eine notwendige Behandlung - sofern möglich - darf nicht an Bedingungen geknüpft werden. Einzig mögliche Ausnahme wäre, wenn der Patient selbst die Behandlung verweigert.
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