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Ärzteschaft

KBV will Moratorium bei der Digitalisierung

Freitag, 22. Oktober 2021

/Ralf, stock.adobe.com

Berlin – Die Kassenärztliche Bundesvereinigung (KBV) plädiert für eine konsequente Neuausrichtung der Digitalisierung im Gesundheitswesen. Statt nur darauf zu schauen, was technisch möglich sei, müsse der Nutzen digitaler Lösungen für die Patienten und Praxen in den Fokus rücken.

„Die derzeitige, technisch vollkommen unausgereifte Einführung von elektronischer Arbeitsunfähigkeits­bescheinigung (eAU) und eRezept zeigen, wie es eben nicht laufen darf“, erklärte KBV-Vorstandsmitglied Thomas Kriedel. Die KBV sprach sich deshalb gemeinsam mit den Kassenärztlichen Vereinigungen der Länder für ein einjähriges Moratorium aus.

Zudem forderte die Selbstverwaltung die künftige Bundesregierung auf, wohnortnahe Versorgungsstütz­punkte zukunftsfest zu machen. „Das System der ambulanten Versorgung muss gestärkt werden. Das ist auch ein Zeichen der Wertschätzung gegenüber den ärztlichen und psychotherapeutischen Kollegen und ihrer Teams“, betonte Stephan Hofmeister, stellvertretender KBV-Vorstandsvorsitzender.

Schließlich hätten die niedergelassenen Ärzte in den vergangenen Monaten nicht nur einen Großteil der Coronapatienten versorgt, sondern auch die reguläre Versorgung aufrechterhalten. „Über drei Millionen Arzt-Patienten-Kontakte täglich sprechen hier eine beredte Sprache“, so Hofmeister.

Vor diesem Hintergrund appellierte KBV-Chef Andreas Gassen an die Politik, Praxen und Kliniken künftig ausreichende Mittel für die Gewährleistung einer hochwertigen Patientenversorgung zur Verfügung zu stellen. © hil/sb/aerzteblatt.de

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