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Ausland

WHO legt Aktionsplan gegen sexuelle Ausbeutung in eigenen Reihen vor

Freitag, 22. Oktober 2021

/shaadjutt36, stockadobecom

Genf – Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat nach dem Skandal um sexuelle Ausbeutung durch WHO-Mitarbeiter in der Demokratischen Republik Kongo einen Aktionsplan aufgesetzt. Sie stellt 7,6 Millionen Dollar (6,5 Millionen Euro) bereit, um zunächst in zehn Ländern „mit dem höchsten Risiko­profil“ Programme aufzulegen, wie sie in der Nacht zu heute mitteilte.

Damit soll sexuelle Ausbeutung verhindert werden. Im Fall von Übergriffen soll es klare Strukturen ge­ben, um Täter zu identifizieren und Opfern zu helfen. Zu den zehn Ländern gehören etwa Afghanistan, Jemen, Venezuela und Südsudan.

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Schon jetzt seien Trainer und Trainerinnen in Beni im Kongo und an anderen Einsatzorten, um Personal zu schulen, sagte ein WHO-Sprecher in Genf. In allen Regionen gebe es Pflichtschulungen, wie sexuelle Gewalt verhindert werden kann. Zudem müssen neue Mitarbeiter einen Verhaltenskodex unterzeichnen, der sexuelle Ausbeutung verbietet.

Eine unabhängige Kommission hatte Dutzende, von Medien ans Licht gebrachte Vorwürfe gegen huma­nitäre Helfer beim Ebola-Einsatz 2018 im Kongo geprüft. Sie berichtete von Vergewaltigungen und unge­wollten Schwangerschaften.

Von 83 möglichen Tätern, die identifiziert wurden, arbeiteten mindes­tens 21 bei der WHO. Die meisten hätten Übergriffe rundheraus abgestritten oder behauptet, der Sex sei einvernehmlich gewesen. Nach Angaben der WHO wurden vier Männer entlassen.

Zu dem Aktionsplan gehört, dass die WHO sich um die Opfer kümmert. Für sie gibt es Therapieangebote und Unterstützung, um Arbeit zu finden oder eigene Geschäfte zu starten. Kinder, die nach solchen Über­griffen geboren wurden, sollen Stipendien für die Ausbildung erhalten und Zuwendungen für die Kran­kenvorsorge. © dpa/aerzteblatt.de

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