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Vermischtes

Verbände weisen auf Lehrkräftemangel in der Pflege hin

Mittwoch, 27. Oktober 2021

/auremar, stock.adobe.com

Berlin – Kirchliche Verbände fordern von der neuen Bundesregierung die Stärkung der Pflegeausbil­dung. „Um den Pflegenotstand in der Altenhilfe zu bewältigen, müssen wichtige Bestandteile der Pflegeausbi­ldung in der nächsten Legislaturperiode angepackt werden“, sagte die Vorsitzende des Verbands katholi­scher Altenhilfe in Deutschland (VKAD), Eva-Maria Güthoff, heute in Berlin. Insbeson­dere der Mangel an Lehrpersonal an Pflegeschulen bereite Sorgen.

Auch der Deutsche Evangelische Verband für Altenarbeit und Pflege (DEVAP) pochte auf Initiativen von Bund und Ländern gegen den Lehrkräftemangel. DEVAP-Chef Wilfried Wesemann warnte, die geplante Erhöhung der Ausbildungszahlen um zehn Prozent bis zum Jahr 2023 könne wegen fehlender Ausbilder nicht erreicht werden.

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„Es gibt auf dem Arbeitsmarkt schlicht nicht genügend Personal, um noch mehr Schülerinnen und Schü­ler zu unterrichten.“ Neben öffentlichen Kampagnen schlug Wesemann standardisierte Ausbildungsver­gütungen vor.

Von der neuen Bundesregierung fordern DEVAP und VKAD Anreizpunkte für die Länder zur Erhöhung von Studienangeboten. „Derzeit existieren in nur acht Bundesländern gebührenfreie Pflegestudiengänge, die man als qualitativ angemessen bezeichnen kann“, sagte Güthoff.

Die Mehrheit der Bundesländer vernachlässige die Bildung von Lehrpersonal seit Jahrzehnten systema­tisch. „Es muss unverzüglich mit dem massiven Aufbau von Studienstrukturen für Pflegelehrkräfte in allen Bundesländern begonnen werden“, so Güthoff weiter.

DEVAP und VKAD fordern zudem einen erleichterten Seiteneinstieg in das Studium der Pflegepädagogik. Es sollte eine Anerkennung vorhandener Qualifikationen geben, damit die Bildungszeit sinnvoll verkürzt werden kann.

„Ein berufsbegleitendes Studium der Pflegepädagogik geht meist einher mit einer reduzierten Arbeits­zeit und vermindertem Einkommen. Zusätzliche Unterstützungsangebote würden die Attraktivität eines Studiums erhöhen“, so Wesemann. © kna/aerzteblatt.de

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