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Ausland

Unicef kritisiert ungerechte Verteilung von Impfstoffen

Mittwoch, 27. Oktober 2021

/Alexander Limbach, stock.adobe.com

New York/Köln – Das Kinderhilfswerk Unicef beklagt eine ungerechte Verteilung von COVID-19-Impf­stoffen zwischen reichen und armen Ländern. Insbesondere auf dem afrikanischen Kontinent bleibe die Versorgung mit Vakzinen gegenüber Ländern mit hohem Einkommen zurück, erklärte die UN-Organisa­tion heute mit Verweis auf eine aktuelle Analyse des Forschungsinstituts Airfinity.

Demnach erhielten die G20-Staaten pro Kopf 15-mal so viele Impfdosen gegen COVID-19 wie Länder in Subsahara-Afrika oder andere Länder mit niedrigem Einkommen. Im globalen Vergleich hätten sie drei­mal so viele Impfdosen bekommen wie alle anderen Länder der Welt zusammen.

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„Wenn die Staats- und Regierungschefs der G20-Staaten zusammenkommen, um das weitere Vorgehen zur Bekämpfung der Pandemie abzustimmen, sollten sie sich daran erinnern, dass wir den Kampf gegen die Pandemie nur gemeinsam besiegen oder verlieren können“, sagte Unicef-Exekutivdirektorin Henrietta Fore heute in New York.

Wohlhabende Länder, die über mehr Vorräte an Impfdosen verfügen, als sie benötigen, haben zugesagt, diese über das globale Covax-Verteilprogramm an Länder mit niedrigem und mittlerem Einkommen zu spenden. Doch kämen die versprochenen Dosen zu langsam an.

„Von den 1,3 Milliarden zugesagten Impfdosenspenden wurden bisher nur 194 Millionen Dosen an Covax weitergegeben", so Unicef. Weniger als fünf Prozent der afrikanischen Bevölkerung seien vollständig ge­gen COVID-19 geimpft, so dass in vielen Ländern ein hohes Risiko für weitere Ausbrüche bestehe.

Vor dem G20-Gipfel in Rom riefen nun 48 afrikanische Unicef-Botschafter und Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens die G20-Staaten in einem Schreiben dazu auf, die zugesagten Impfdosen bereit­zustellen.

„Mit jedem Tag, an dem Afrika ungeschützt bleibt, wächst der Druck auf die schwachen Gesundheits­systeme, in denen eine einzige Hebamme für Hunderte von Müttern und Babys zuständig sein kann“, heißt es in dem Schreiben. © kna/aerzteblatt.de

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